Deutscher Mittelstand unter Druck: Produktionsverlagerung nach China nimmt zu
Wichtige Fakten
- • Deutsche Exporte stiegen 2025, Investitionen in China auf 7 Mrd. Euro.
- • Chinesische Firmen sind zunehmend Konkurrenten mit qualitativ hochwertigen Anlagen.
- • Hohe Energiepreise und Löhne in Deutschland treiben Produktionsverlagerung an.
- • China fördert Ansiedlung deutscher Firmen durch konsequente Industriepolitik.
Konkurrenz aus China fordert den deutschen Mittelstand
Deutsche Mittelständler wie die Firma Aura in Germersheim verlagern zunehmend Produktion nach China, um im globalen Wettbewerb zu bestehen. Geschäftsführer Patric Burkhart erklärt, dass hochkomplexe Einzelteile in Deutschland entwickelt, aber in China endmontiert werden, da die Kosten hierzulande zu hoch sind. Früher war China ein Absatzmarkt, heute bieten chinesische Firmen qualitativ hochwertige Anlagen und werden zu direkten Konkurrenten.
Investitionen und Handelsüberschüsse steigen
Laut einer Untersuchung des IW Köln investierten deutsche Unternehmen 2025 rund sieben Milliarden Euro neu in China, ein Zuwachs gegenüber den Vorjahren. Chinas Handelsüberschuss stieg im vergangenen Jahr auf 1,2 Billionen Dollar. Unternehmen nutzen China, um ihre internationale Konkurrenzfähigkeit zu erhöhen und sich vor Handelskonflikten zu schützen, was zu einer Verlagerung von Geschäftsbereichen führt.
Standortbedingungen und politische Herausforderungen
Hohe Energiepreise, Löhne und Steuerlasten in Deutschland erschweren den Wettbewerb. Wirtschaftsexperte Daniel Stelter warnt, dass China durch gut ausgebildete Arbeitskräfte und günstige Energie die Technologieführerschaft in vielen Branchen übernehmen könnte. Er fordert Reformen wie eine Überprüfung der Energiewende und des Sozialstaats, um die Arbeitskosten zu senken und den Standort Deutschland zu stärken.
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