Deutsches Raumfahrt-Startup Isar Aerospace bereitet zweiten Raketentest vor
Wichtige Fakten
- • Isar Aerospace testet Spectrum-Rakete nach gescheitertem Erstflug
- • Europa erlebte 2022 eine Raketenkrise durch fehlende Kapazitäten
- • Mikrolauncher wie Spectrum transportieren bis zu einer Tonne Nutzlast
- • Privates Risikokapital finanziert Großteil des Startups
- • Mikrolauncher ermöglichen flexiblere Satellitenstarts für Forschung
Zweiter Anlauf für deutsche Rakete
Das bayerische Startup Isar Aerospace aus Ottobrunn bei München bereitet den zweiten Testflug seiner Spectrum-Rakete vor, nachdem der erste Start vor etwa einem Jahr nach nur 30 Sekunden mit einer Explosion endete. Das Unternehmen, das überwiegend durch privates Risikokapital finanziert wird, erhielt auch öffentliche Förderungen von der Europäischen Raumfahrtagentur ESA.
Europas Raketenkrise als Weckruf
Europa geriet ab 2022 in eine Raketenkrise, als durch Verzögerungen bei Ariane 6 und Vega C sowie den Wegfall Russlands als Partner zeitweise kein eigener Zugang zum All bestand. Anke Pagels-Kerp vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) betont, dass kritische Infrastruktur im All durch eigene Kapazitäten gesichert werden muss.
Mikrolauncher für neue Anwendungen
Die Spectrum-Rakete gehört zur Klasse der Mikrolauncher, die bis zu einer Tonne Nutzlast transportieren können – deutlich weniger als europäische Schwerlastraketen, aber ideal für Kleinstsatelliten (CubeSats) und Erdbeobachtungsmissionen. Diese ermöglichen flexiblere Starts für Forschung und kleinere Unternehmen, im Gegensatz zu Rideshare-Missionen mit festen Zeitplänen.
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