Deutschland sichert Gasversorgung durch langfristige Verträge und neue Lieferanten
Wichtige Fakten
- • Wirtschaftsministerin Reiche setzt auf langlaufende Gaslieferverträge.
- • Sefe plant Ausschreibung für Gaslieferungen von 2027 bis 2036.
- • VNG baut Lieferbeziehungen zu Algerien aus.
- • Aserbaidschan steht als zusätzlicher Pipeline-Lieferant bereit.
- • Reiche warnt vor zu strengen EU-Klimaschutzregeln für Gasimporte.
Strategie zur Absicherung der Gasversorgung
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche setzt auf langlaufende Lieferverträge, um Deutschlands Gasversorgung gegen Unterbrechungen, etwa aus dem Nahen Osten, abzusichern. Sie betont, dass Vereinbarungen mit vielen Lieferanten aus verschiedenen Ländern nötig sind, um Versorgungssicherheit zu gewährleisten und Preissprünge zu vermeiden.
Konkrete Maßnahmen und Lieferanten
Das bundeseigene Energieunternehmen Sefe kündigt eine Ausschreibung für mittelfristige Gaslieferungen von 2027 bis 2036 an, wobei LNG überwiegend an Terminals in Nordwesteuropa geliefert werden soll. Zudem baut der Leipziger Energiekonzern VNG seine Lieferbeziehungen zu Algerien aus, und Aserbaidschan steht als weiterer Pipeline-Lieferant bereit.
EU-Klimaschutzregeln und aktuelle Lage
Reiche warnt davor, EU-Klimaschutzregeln wie die Methanverordnung zu streng auf Gasimporte anzuwenden, um verlässliche Energielieferungen nicht zu behindern. Bisher trifft der Iran-Krieg Asien stärker als Europa, da Deutschland kaum Gas aus der Golfregion bezieht, doch auch hierzulande ist eine Eintrübung der Wirtschaft spürbar.
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