Diebstähle in der Pflege: Ein wachsendes Problem
Wichtige Fakten
- • Bayern: Diebstähle in Pflegeheimen von 834 auf 1.254 gestiegen.
- • Deutschland: Fallzahlen steigen von 8.900 (2024) auf 9.400 (2025).
- • Täter sind nicht nur Pflegekräfte, sondern auch Besucher und Bewohner.
- • Die Polizei rät zu Safes, Inventarlisten und Trennung von Wertgegenständen.
Steigende Diebstähle in der Pflege
Die Kriminalstatistik belegt: Wertsachen in Alters- und Pflegeheimen werden immer häufiger zum Ziel von Dieben. In Bayern stiegen die gemeldeten Fälle von 834 vor fünf Jahren auf 1.254 im vergangenen Jahr – ein Anstieg von rund 50 Prozent. Bundesweit kletterten die Fallzahlen von rund 8.900 im Jahr 2024 auf 9.400 in 2025.
Auch ambulante Pflege betroffen
Nicht nur in Heimen, auch in der ambulanten Pflege kommen Diebstähle vor. Gisela Urban, eine 86-jährige Münchenerin, verlor Schmuck und Bargeld im Wert von 4.000 Euro. Ihre Pflegerin war dringend tatverdächtig, aber die Beweislage blieb dünn. Betroffene schweigen oft aus Angst, Pflegeleistungen zu verlieren.
Herausforderungen und Hilferufe
Die verschärfte Arbeitsbelastung in der Pflege erschwert die Kontrolle. Viele tun sich schwer, Anschuldigungen zu beweisen. Der blasse Arbeitszeugnisse Schutz für weitere Täter hoch. Ein neutraler Ansprechpartner zur Unterstützung von Pflegebedürftigen wird gefordert.
Ratschläge der Polizei
Die Polizei rät, Wertgegenstände sicher zu verwahren, Bargeld nur im engsten Familienkreis zu zählen und eine Inventarliste anzulegen. Diese dokumentiert Diebstähle nicht nur erleichternd, sondern hilft auch bei Versicherungsansprüchen.
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