Diffuse Missbrauchsvorwürfe erschüttern die Hardtechno-Szene
Wichtige Fakten
- • Ein Ex-Mitarbeiter erhebt auf Instagram diffuse Missbrauchsvorwürfe gegen mehrere Hardtechno-DJs.
- • Festivals wie Open Beatz strichen betroffene Acts aus ihren Line-ups.
- • DJs wie Fantasm und Shlømo bestreiten Vorwürfe und kündigen rechtliche Schritte an.
- • Die Organisation 'MeToo DJs' sammelte fast 100 Erfahrungsberichte von mutmaßlichen Opfern.
- • Die Vorwürfe sind größtenteils unkonkret und nicht überprüfbar.
Debatte über sexuelle Gewalt
Ein Ex-Mitarbeiter einer französischen DJ-Agentur erhebt auf Instagram diffuse Vorwürfe sexueller Gewalt gegen mehrere Hardtechno-DJs, die zwar größtenteils unkonkret und nicht überprüfbar sind, aber in der Szene ein Beben auslösen. Die Anschuldigungen, verbreitet durch den Account 'bradnolimit', haben laut Angaben bereits 36 Millionen Menschen erreicht und führen zu einer hitzigen Debatte über Sexismus und Missbrauch in der Techno-Community.
Reaktionen und Konsequenzen
Mehrere beschuldigte DJs wie Fantasm und Shlømo bestreiten die Vorwürfe öffentlich und kündigen rechtliche Schritte gegen 'bradnolimit' an, während Festivals wie das Open Beatz in Herzogenaurach betroffene Acts aus ihren Line-ups streichen – eine Vorsichtsmaßnahme, die von einigen als heuchlerisch kritisiert wird. Gleichzeitig sammelt die Organisation 'MeToo DJs' fast 100 Erfahrungsberichte von mutmaßlichen Opfern aus verschiedenen Ländern, was auf strukturelle Probleme hinweist.
Strukturelle Probleme in der Szene
Weibliche DJs wie Kim Swim und Amelie Lens berichten von eigenen unangenehmen Erfahrungen mit Sexismus im Backstage-Bereich und kritisieren, dass die Szene oft oberflächlich mit den Problemen umgeht. Die Agentur 'Steer Management' prüft die Vorwürfe, während einige DJs ihre Karriere beenden oder sich zu persönlichen Fehlern bekennen, was die Komplexität der Situation unterstreicht.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.