Nürnberger Dokuzentrum nach Umbau mit neuer Dauerausstellung wiedereröffnet
Wichtige Fakten
- • Nach fünfjährigem Umbau wiedereröffnet.
- • Neue Dauerausstellung nutzt moderne, interaktive Technik.
- • Besucher können Riefenstahl-Film propagandakritisch analysieren.
- • Ausstellungsfläche auf 1.600 m² erweitert; Kosten 28,7 Mio. Euro.
- • Probebetrieb bis November, dann offizielle Feierlichkeiten.
Wiedereröffnung nach Umbau
Nach fünfjährigem Umbau hat das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg seine neue Dauerausstellung 'Nürnberg und die Reichsparteitage' eröffnet. Die Ausstellung präsentiert die NS-Geschichte der Stadt mit einem neuartigen, interaktiven und multimedialen Ansatz. Modernste Techniken wie Videos, Filme und Projektionen laden dazu ein, die Hintergründe der Reichsparteitage eigenständig zu erkunden. Erster Hingucker ist ein interaktives Station zum Propagandafilm 'Triumph des Willens' von Leni Riefenstahl, wo Besucher durch Bedienelemente Kameraführung und Filmschnitt unter die Lupe nehmen können. Das Museum erprobt die neue Ausstellung zunächst in einem Probebetrieb bis November, wobei das Feedback der Besucher direkt in die Optimierung einfließen soll.
Von der Geschichte zur Gegenwart
Inhalte der Ausstellung zielen darauf ab, nicht nur historisches Wissen zu vermitteln, sondern direkt zu aktuellen Fragestellungen ins Verhältnis zu setzen. Sie stellt Zusammenhänge zur Gegenwart her und soll damit besonders verunsicherte oder demokratieverdrossene Menschen ansprechen. Kulturdezernent und Museumsleitung hoffen, dass gerade die jüngere Generation so Zugang zur Aufarbeitung der Vergangenheit findet. Neben Historischem werden daher auch sie thematische Stationen zur Demokratie und Zivilcourage bieten. Durch den Umbau wurde die Ausstellungsfläche auf rund 1.600 Quadratmeter erweitert.
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