Doppelte Niederlage für Trump im Wahlkreis-Streit
Wichtige Fakten
- • Senatoren in South Carolina blockierten Trumps Wahlkreiskarte.
- • Gericht in Alabama stoppte Wahlkreisplan als diskriminierend.
- • Zwischenwahlen im November bedrohen republikanische Mehrheit.
- • Gerrymandering ist lange Tradition und umstritten.
Rückschlag für Trump in South Carolina
US-Präsident Donald Trump hat im Streit um die Neuzuschneidung von Wahlkreisen vor den Kongress-Zwischenwahlen im November zwei Niederlagen erlitten. In South Carolina verhinderten sowohl demokratische als auch republikanische Senatoren eine neue Wahlkreiskarte, die den Republikanern vermutlich alle sieben Sitze des Bundesstaates im US-Repräsentantenhaus eingebracht hätte. Derzeit stellen die Republikaner dort sechs Abgeordnete.
Gericht in Alabama untersagt diskriminierende Karte
In Alabama stoppte ein Gericht eine von den Republikanern entworfene Karte, die der Partei in sechs von sieben Wahlbezirken einen Vorteil verschafft hätte. Die Richter befanden, der Plan diskriminiere schwarze Wähler vorsätzlich, indem er ihre Stimmen durch Aufteilung auf verschiedene Bezirke verwässere. Stattdessen muss die bisherige Karte genutzt werden, mit der die Republikaner fünf und die Demokraten zwei Abgeordnete stellten.
Hintergrund: Gerrymandering
Hintergrund der Neuzuschnitte ist die alle zehn Jahre anstehende Anpassung der Wahlkreise an die Bevölkerungsentwicklung. Parteien nutzen dieses Gerrymandering genannte Verfahren jedoch oft, um sich Vorteile zu verschaffen. Trump drängt von Republikanern regierte Bundesstaaten, die Wahlkreise zu ihren Gunsten zu verändern, um die knappe Mehrheit im Repräsentantenhaus zu sichern. Auch die Demokraten betreiben Gerrymandering in ihren Hochburgen.
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