Dubai-Immobilienmarkt durch Nahostkrieg massiv eingebrochen
Wichtige Fakten
- • Verkäufe in Dubai fielen im Mai 19% gegenüber April.
- • Transaktionen liegen um über 50% unter Vorjahresniveau.
- • Käufer von Luxusimmobilien gewähren 20-25% Rabatt.
- • Iranischer Raketentreffer im März verschärfte Abkühlung.
- • Wohlhabende Käufer weichen nach Mailand, London oder Singapur aus.
Der Immobilienboom in Dubai erlebt eine dramatische Wende: Der Krieg im Nahen Osten hat den Markt für Luxusimmobilien abrupt abkühlen lassen. Laut dem Marktforscher ValuStrat fielen die Verkäufe im Mai 2026 um 19 Prozent zum Vormonat, nach einem Rückgang von 4 Prozent im April. Verglichen mit dem Vorjahr liegen die Transaktionen nun weniger als halb so hoch – ein Einbruch dieser Größenordnung wurde zuletzt während der Pandemie beobachtet.
Auch die Reidin-Studie zeigt einen deutlichen Rückgang: Im Mai wurden Immobilien im Wert von 22,5 Milliarden Dirham (etwa 6,1 Mrd. USD) verkauft, 42 Prozent weniger als im April und rund die Hälfte des Volumens vor Kriegsbeginn. Auslöser war unter anderem der Einschlag einer iranischen Rakete im März in einem Luxushotel auf der Palmeninsel Palm Jumeirah. Verkäufer von Luxusvillen und -wohnungen haben die Preise um zehn Millionen Pfund gesenkt. Makler Yasin Valimulla berichtet von 20 bis 25 Prozent Rabatt auf Vorkriegsniveau und dass vermögende Käufer das Land verlassen haben. Auch Cencorp-Experte Richard Waind erwartet, dass viele der etwa 10.000 Makler in Dubai schließen müssen. Die wohlhabende Klientel wendet sich anderen Metropolen wie Mailand, London oder Singapur zu.
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