Dürre in Deutschland bedroht Ernten und Bauern
Wichtige Fakten
- • Getreideernte fällt deutschlandweit auf 41,9 Mio. Tonnen (minus 7%).
- • Bundeslandwirtschaftsminister Rainer sichert Hilfe bei belastbaren Daten zu.
- • Bauernverband fordert höhere Beihilfen und Auszahlung der EU-Direktzahlungen.
- • Besonders Winterraps und Regionen in West und Süd haben Totalausfälle.
Bilanz der Dürre
Der extrem heiße und trockene Sommer in Teilen Deutschlands hat laut Deutschem Bauernverband zu deutlich geringeren Ernten geführt. Die Getreideernte fällt mit 41,9 Millionen Tonnen um sieben Prozent niedriger aus als im Vorjahr. Da die Preise zugleich am Boden sind und Kosten steigen, geraten immer mehr Betriebe in existenzielle Not.
Regionale Disparitäten
Besonders dramatisch ist die Lage im Südwesten, wo stellenweise Totalausfälle drohen. Im Osten variieren die Erträge stark – Staunässe, aber auch lokal ergiebige Gewitter boten für einzelne Höfe eine Verschnaufpause. Wie Landwirt Thomas Domin aus Brandenburg berichtet, zeigt sich die Witterung extrem ungleich verteilt.
Politische Reaktion
Bundeslandwirtschaftsminister Rainer (CSU) erklärte im ARD/ZDF-Morgenmagazin, man werde helfen, sobald belastbare Daten vorlägen. Geplant sei ein 200-Millionen-Euro-Sofortprogramm der Landwirtschaftlichen Rentenbank. Das sei aber nicht genug, warnt der Bauernverband und fordert höhere Düngemittelbeihilfen und Sofortzahlungen. In den Koalitionsgesprächen soll auch über eine Entlastung bei der Agrardieselsteuer diskutiert werden.
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