Dürre in Europa: Europas längster Fluss trocknet aus – die Donau und ihre Folgen
Wichtige Fakten
- • Donau bei Budapest auf Rekordtief von 14-19 cm gesunken; fast alle Atomreaktoren abgeschaltet.
- • Ungarn: Landwirt in Pócsmegyer verlor bis zu 70% seiner Ernte durch die Dürre.
- • Wegen Dürre: Trinkwasserknappheit in Ungarn, tausende Haushalte ohne Wasser.
- • Temperaturen in Budapest erreichen fast 42 Grad Celsius, Europa erwärmt sich schneller als andere Kontinente.
- • EU-Längster Fluss Donau leidet unter kritischen Niedrigwasserständen durch menschengemachten Klimawandel.
Die Lage an der Donau
Die anhaltende Dürre in Europa hat zu einem historischen Niedrigwasserstand an der Donau geführt. Der Wasserstand bei Budapest ist auf etwa 14 bis 19 Zentimeter gefallen, was den niedrigsten je gemessenen Wert darstellt. Dies hat zur Folge, dass nicht nur die Schifffahrt weitgehend zum Erliegen gekommen ist, sondern auch die Energieversorgung beeinträchtigt wird. Ungarn musste erstmals seit 44 Jahren fast alle Donau-gekühlten Atomreaktoren abschalten, was zu einer beispiellosen Energiekrise führt.
Auswirkungen auf Menschen und Natur
Die Folgen sind dramatisch für die Bevölkerung. In vielen ungarischen Gemeinden wie Szentendre ist Trinkwasser knapp; dort wurden Notvorräte angelegt. Die Menschen leiden unter der Hitze, dem Wassermangel und den anhaltenden Ernteausfällen. Ein Landwirt berichtete von Verlusten von bis zu 70% seiner Ernte, beispiellos in seiner langen Karriere.
Reaktionen und Ausblick
Wissenschaftler warnen, dass diese Extremwetterereignisse durch den Klimawandel häufiger und intensiver werden. Die Anpassung an diese Veränderungen wird für Politik und Gesellschaft zur größten Herausforderung.
Die Dürre verändert auch die Forderungen nach einer Wende im Umgang mit natürlichen Ressourcen: Der Ausbau erneuerbarer Energien muss beschleunigt werden, und die Politik sollte schneller auf Klimaleugner und Symbolpolitik verzichten, um auf die Krise zu reagieren.
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