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Klima 27.08.2026, 04:00 Aktualisiert: 27.08.2026, 08:03

Dürre in Frankreich: Lockerung für Comté & Co.

Frankreich lockert Regeln für Comté, Beaufort und Abondance wegen Dürre.

Wichtige Fakten

  • Frankreich lockert Regeln für Comté, Beaufort und Abondance wegen Dürre.
  • 95% des französischen Festlands waren im Juli von Dürre betroffen.
  • Die INAO plant Erleichterungen für weitere Käsesorten wie Reblochon.
  • Rund 70% der Salers-Produzenten pausierten die Produktion im Sommer.
  • Die Kartoffelernte sinkt voraussichtlich um 23% in diesem Jahr.

Frankreich lockert Regeln für Käsehersteller wegen Dürre

Wegen einer historischen Dürre und wiederholter Hitzewellen lockert die französische Regierung strenge Produktionsregeln für einige der bekanntesten Käsesorten des Landes. Betroffen sind Comté, Beaufort und Abondance, die allesamt das geschützte Herkunftssiegel „Appellation d'origine protégée“ (AOP) tragen. Die Erzeuger dürfen das Futter der Kühe vorübergehend durch zugekauftes Heu und Getreide ergänzen, da die Weiden ausgetrocknet sind.

Dürre betrifft 95 Prozent des Landes

Die Dürre hat im Juli 95 Prozent des französischen Festlandes erfasst und die normalerweise grünen Weiden in trockene, gelbe Flächen verwandelt. Das Nationale Institut für Herkunft und Qualität (INAO) kündigte an, auch für Reblochon, Cantal, Bleu d'Auvergne und Fourme d'Ambert Erleichterungen zu gewähren.

Landwirte berichten von Existenzängsten

Hubert Genty, ein Milchbauer aus der Normandie, berichtet: „Es gibt wirklich kein Gras mehr zu fressen, das Gras ist völlig verbrannt.“ Seine Frau Angélique, die Neufchâtel-Käse herstellt, hat ihre Tagesproduktion von 600-700 auf 400-450 Stück reduzieren müssen. Rund 70 Prozent der Salers-Produzenten haben die Produktion im Sommer pausiert. Auch Roquefort-Hersteller fordern Lockerungen.

Auch andere Agrarsektoren betroffen

Neben der Käseproduktion leidet auch die Kartoffelernte: Der französische Kartoffelbauernverband UNPT erwartet einen Rückgang von 23 Prozent. Auch Apfelbauern und Winzer klagen über die Dürre. Landwirtschaftsministerin Annie Genevard will nächste Woche mit lokalen Behörden über Notmaßnahmen beraten.

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