Frankreich lockert Regeln für AOP-Käse wegen Dürre
Wichtige Fakten
- • Dürre betrifft 95% des französischen Festlands im Juli.
- • Comté-Produzenten dürfen vorübergehend mehr Futter zuführen.
- • Auch Beaufort und Abondance erhalten Ausnahmen.
- • INAO plant Lockerungen für weitere Käsesorten wie Reblochon.
- • Kartoffelernte 2023 voraussichtlich 23% niedriger.
Dürre erzwingt Lockerung der Käse-Regeln
Die französische Regierung hat aufgrund einer historischen Dürre die strengen Produktionsregeln für einige der bekanntesten Käsesorten des Landes gelockert. Betroffen sind unter anderem Comté, Beaufort und Abondance. Die Hersteller dürfen nun vorübergehend zusätzliches Futter und Getreide zufüttern, da die Weiden durch die extreme Hitze ausgetrocknet und kahl sind.
Traditionelle Herstellung in Gefahr
Die Lockerung betrifft Käsesorten mit geschützter Ursprungsbezeichnung (AOP), die eigentlich strengen Regeln unterliegen. Laut INAO sind weitere Lockerungen für Reblochon, Cantal, Bleu d’Auvergne und Fourme d’Ambert geplant. Bauern berichten von stark reduzierten Milcherträgen, was die Produktion beeinträchtigt. In einigen Regionen mussten Salers-Produzenten die Herstellung vorübergehend einstellen.
Auch andere Agrarsektoren betroffen
Die Dürre hat auch den Gemüseanbau schwer getroffen. Die Kartoffelernte wird voraussichtlich um 23% sinken. Auch Obstbauern und Winzer klagen über Ernteausfälle. Die Landwirtschaftsministerin will nächste Woche Notmaßnahmen ankündigen.
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