Durchsuchung in Bremer Gefängnis: Beamte sollen Drogen und Handys geschmuggelt haben
Wichtige Fakten
- • 23 Beschuldigte, darunter sechs JVA-Mitarbeiter (tagesschau.de)
- • Durchsuchung von elf Wohnungen und Gefängniszellen
- • Vorwurf: Bestechlichkeit, Drogenhandel in nicht geringer Menge
- • Verdächtige Bedienstete vom Dienst freigestellt
- • Neuer Drogenscanner und verschärfte Kontrollen geplant
Umfangreiche Razzia in der Justizvollzugsanstalt Bremen
Bei einer groß angelegten Durchsuchung in der Bremer Justizvollzugsanstalt (JVA) haben Ermittler mehrere Zellen und Wohnungen durchsucht, darunter elf Wohnungen in Bremen und Niedersachsen sowie Räumlichkeiten im Gefängnis selbst. Die Staatsanwaltschaft Bremen ermittelt gegen 23 Beschuldigte, darunter sechs Mitarbeiter der JVA, zehn Gefangene, eine Mitarbeiterin eines freien Trägers und sechs weitere Kontaktpersonen.
Verdacht auf Bestechlichkeit und Drogenhandel
Den Beschuldigten wird vorgeworfen, gegen Geldzuwendungen Mobiltelefone, hochwertige Lebensmittel und Betäubungsmittel eingeschleust zu haben. Diese Waren sollen anschließend unter den Insassen weitergehandelt worden sein. Der Tatvorwurf lautet auf Bestechung und Bestechlichkeit sowie Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge und Beihilfe.
Reaktion des Justizressorts und Konsequenzen
Das Bremer Justizressort kündigte nach dem Vorfall ein Maßnahmenpaket an, um die JVA künftig besser vor solchen Straftaten zu schützen. Dazu gehören verschärfte Kontrollen sowie der Einsatz eines neuen Drogenscanners. Die verdächtigen Bediensteten haben Hausverbot erhalten und sind bis zum Abschluss der Ermittlungen vom Dienst freigestellt.
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