Ebola-Ausbruch verschärft Müttersterblichkeit im Kongo
Wichtige Fakten
- • Müttersterblichkeit verdoppelt sich während Ebola-Ausbruch.
- • Schwangere meiden Krankenhäuser aus Angst vor Quarantäne.
- • Ebola-Infektion in der Schwangerschaft fast immer tödlich.
- • Zahl der Vorsorgeuntersuchungen in Bunia drastisch gesunken.
- • UNFPA unterstützt 63.700 Schwangere in betroffenen Gebieten.
Müttersterblichkeit steigt während Ebola-Krise
Seit dem Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der Müttersterbefälle drastisch gestiegen. Laut Gesundheitsdiensten starben vor dem Ausbruch durchschnittlich 3,1 Mütter pro Woche, nach Ausrufung des Notstands im Mai stieg die Zahl auf 5,8. Frauen meiden aus Angst vor Ansteckung und Quarantäne Krankenhäuser, was zu einer „Schattenkrise“ führt. Besonders in Bunia, dem Epizentrum, ist die Zahl der Schwangerschaftsvorsorge-Untersuchungen von 60 auf zehn pro Monat gesunken.
Risiken für Schwangere und medizinische Notlage
Schwangere mit Ebola haben ein hohes Risiko für Fehlgeburten; eine Infektion endet laut UNFPA in über 90 Prozent der Fälle tödlich. Zudem sind viele Schwangere mangelernährt, was das Geburtsrisiko weiter erhöht. Hilfsorganisationen warnen, dass Frauen nicht an Ebola selbst sterben, sondern an fehlender medizinischer Behandlung. UNFPA ist in 29 Gesundheitszonen im Einsatz und unterstützt rund 63.700 Schwangere, unter anderem durch Aufklärung und Zusammenarbeit mit lokalen Hebammen und Frauengruppen.
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