Ebola-Patient aus DR Kongo in Berliner Charité angekündigt
Wichtige Fakten
- • US-Arzt mit Ebola wird in Berliner Charité isoliert behandelt.
- • Für Bevölkerung besteht laut Bundesgesundheitsministerium keine Gefahr.
- • Aktueller Ausbruch betrifft Bundibugyo-Variante ohne Impfstoff.
- • Ruanda schloss Grenze; USA verhängten Reisewarnung und Einreisebeschränkungen.
- • WHO zeigt sich sehr besorgt über schnelle Ausbreitung des Virus.
Aufnahme eines Ebola-Infizierten in Berlin
Deutschland nimmt einen mit Ebola infizierten US-amerikanischen Arzt auf, der sich in der Demokratischen Republik Kongo infiziert hat. Er soll in der Berliner Charité behandelt werden. Der Transport wird von den USA mit einem Spezialflugzeug organisiert und der Patient mit einem Infektions-Rettungswagen zur Klinik gebracht, wo er auf der Sonderisolierstation isoliert wird. Sechs Kontaktpersonen mit hohem Ansteckungsrisiko werden ebenfalls nach Deutschland verlegt.
Keine Gefahr für die Bevölkerung
Das Bundesgesundheitsministerium versichert, dass von der Behandlung keine Gefahr für die Bevölkerung ausgehe. Die Sonderisolierstation der Charité sei eine in sich geschlossene Einheit mit eigenen Zugangswegen, Schleusensystemen, Lüftungs- und Filteranlagen sowie Unterdrucktechnik. Die Behandlung erfolgt mit maximaler Sicherheit; Deutschland hat bereits 2014 Erfahrung mit Ebola-Patienten gesammelt.
Internationale Reaktionen und Risiken
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite ausgerufen. Verantwortlich ist die seltene Bundibugyo-Variante, für die weder Impfstoff noch Therapie existieren. Die Ausbreitungsgefahr in Zentral- und Ostafrika gilt als hoch. Ruanda schloss seine Grenze zum Osten des Kongo, die USA verhängten die höchste Reisewarnung für die Region.
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