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International 19.05.2026, 16:44 Aktualisiert: 19.05.2026, 23:03

Epstein-Ermittlungen in Großbritannien: Polizei untersucht neue Vorwürfe

Surrey Police untersucht zwei Vorwürfe sexuellen Kindesmissbrauchs aus den 1980er-90ern.

Wichtige Fakten

  • Surrey Police untersucht zwei Vorwürfe sexuellen Kindesmissbrauchs aus den 1980er-90ern.
  • Bis zu 57 Personen und 20 Firmen drohen Anklagen wegen des Grenfell-Brands.
  • Schleuser Kardo Jaf wurde im Irak festgenommen; er soll Tausende über den Ärmelkanal gebracht haben.
  • Iranischer Journalist Pouria Zeraati wurde vor seinem Haus in London niedergestochen.
  • Nadia Marcinko, Ex-Freundin von Epstein, steht im Fokus neuer Ermittlungen.

Neue Ermittlungen zu Epstein-Vorwürfen in Großbritannien

Die Polizei in Surrey hat zwei separate Untersuchungen zu nicht verjährten sexuellen Übergriffen auf Kinder eingeleitet, die im Zusammenhang mit den in den USA veröffentlichten Unterlagen des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein stehen. Ein Fall betrifft Orte in Surrey und Berkshire aus der Mitte der 1990er Jahre bis 2000, der andere die mittleren bis späten 1980er Jahre im Westen Surreys. Festnahmen gab es bisher nicht. Die Polizei betont, alle Meldungen sexueller Übergriffe ernst zu nehmen. Die BBC berichtet zudem über Nadia Marcinko, Epsteins langjährige Freundin und Pilotin, die in einem Strafnachlass von 2008 als mutmaßliche Mitverschwörerin Immunität erhielt. US-Politiker fordern nun ihre Untersuchung, da Zeugenaussagen sie belasten könnten.

Strafrechtliche Aufarbeitung der Grenfell-Tragödie

Die Metropolitan Police gab bekannt, dass bis zu 57 Personen und 20 Unternehmen wegen der Brandkatastrophe im Grenfell Tower mit 72 Toten angeklagt werden könnten. In Betracht gezogene Straftaten sind fahrlässige Tötung, Betrug, Verstöße gegen Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften sowie Amtsmissbrauch. Die Beweise sollen bis Ende September der Staatsanwaltschaft vorgelegt werden, eine Entscheidung über Anklagen könnte bis Juni 2027 dauern. Prozesse wären frühestens 2029 zu erwarten. Hinterbliebene kritisieren die Verzögerung als ungerecht und fordern eine bessere Ausstattung der Gerichte.

Festnahme eines mutmaßlichen Schleuserkönigs

Der als Kardo Jaf bekannte Schleuser, der verdächtigt wird, tausende Migranten illegal über den Ärmelkanal nach Großbritannien gebracht zu haben, wurde in der Autonomen Region Kurdistan im Irak festgenommen. Jaf war unter dem Pseudonym Kardo Ranya bekannt und soll die Reisen über soziale Medien angeboten haben. Die BBC deckte seine Identität auf. Die britische National Crime Agency sprach von einer "potenziell sehr bedeutsamen Festnahme".

Messerangriff auf iranischen Journalisten

Der in London lebende iranische Journalist Pouria Zeraati, Moderator des regierungskritischen Senders Iran International, wurde vor seinem Haus in Wimbledon niedergestochen. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Auftragsmordversuch des iranischen Staates aus, der durch zwei rumänische Mittäter ausgeführt worden sei. Die beiden Männer sind angeklagt und bestreiten die Vorwürfe.

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