Ehemaliger Infowars-Mitarbeiter enthüllt Arbeitspraktiken bei Alex Jones
Wichtige Fakten
- • Josh Owens arbeitete vier Jahre als Videoeditor für Infowars.
- • Er gesteht die Fälschung eines Videos über einen angeblichen IS-Kämpfer.
- • Das gefälschte Video erreichte über eine Million Aufrufe.
- • Owens schrieb eine Memoiren über seine Erfahrungen bei Infowars.
- • Er wurde in einem HBO-Dokumentarfilm über Alex Jones interviewt.
Zusammenfassung
Josh Owens, ein ehemaliger Videoeditor und Feldproduzent für Alex Jones' Infowars, hat in einem NPR-Interview Einblicke in seine Arbeitszeit bei der verschwörungstheoretischen Plattform gegeben. Owens beschrieb seine Tätigkeit als "Unsinn" und "Lügen", blieb jedoch vier Jahre lang aufgrund des guten Gehalts und der charismatischen Präsenz von Jones. Er gestand, an der Herstellung eines gefälschten Videos beteiligt gewesen zu sein, das einen IS-Kämpfer zeigte, der angeblich über die US-mexikanische Grenze schlich, wobei das Team keine Beweise fand und stattdessen eine inszenierte Szene drehte. Das Video erreichte schnell über eine Million Aufrufe.
Hintergrund
Owens, der Infowars 2017 verließ, reflektiert in seinem neuen Memoiren "The Madness of Believing" über seine Motive und die ethischen Konflikte seiner Arbeit. Er erwähnte, dass ein Schlüsselmoment für seinen Sinneswandel eine Begegnung mit einer muslimischen Frau und ihrem Kind war, die ihn zur Reflexion über Islamophobie und Rassismus anregte. Zudem wurde Owens in der HBO-Dokumentation "The Truth vs Alex Jones" interviewt, wo er berichtete, dass Jones von Mitarbeitern erwartete, Beweise zu fälschen, beispielsweise im Zusammenhang mit Strahlungsängsten nach Fukushima. Obwohl Owens nicht an Berichten über das Sandy Hook-Massaker arbeitete, wurde er in den anschließenden Gerichtsverfahren gegen Jones vernommen.
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