Eid al-Adha in Marokko: Millionen Schafe ermöglichen Opferfest
Wichtige Fakten
- • Marokko hat rund 33 Millionen Schafe für das Opferfest gemeldet.
- • Im Vorjahr verbot der König das Opferfest wegen Trockenheit.
- • Viele Marokkaner kaufen Schafe direkt von Züchtern.
- • Das Opferfest erinnert an Ibrahims Bereitschaft, seinen Sohn zu opfern.
Wiederbelebte Tradition nach Dürre
Weltweit feiern Muslime das islamische Opferfest Eid al-Adha. In Marokko ist die Tradition nach einem Jahr Zwangspause – aufgrund extremer Trockenheit – wieder erlaubt. Der Tierbestand hat sich erholt, Regierungschef Aziz Akhannouch spricht von rund 33 Millionen, sogar bis zu 40 Millionen Schafen. Viehzüchter wie Mustafa aus dem marokkanischen Bergland sind optimistisch, ihre Tiere zu verkaufen. Ein Schaf kostet circa 2.500 Dirham (ca. 250 Euro). Die Käufer schätzen die Qualität aus den Bergen.
Wirtschaftliche und soziale Bedeutung
Für Züchter ist der Verkauf der Schafe der Jahresverdienst. Die wiedergewonnene Menge an Tieren ist für die Regierung eine Prestigefrage. Das Opferfest hat eine religiöse Wurzel (Ibrahims Opfer) und ist gleichzeitig ein gesellschaftliches Ereignis: Städte leeren sich, Familien kommen auf dem Land zusammen. Marokkaner in der Diaspora, wie Sidi Quadiri in Wuppertal, erinnern sich an die Feste mit Petroleumlampen auf den Dächern. Der traditionelle Gruß lautet „Eid Mubarak“.
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