Ceuta-Krise: Spanien meldet über 69.500 Rückführungen
Wichtige Fakten
- • Spanien meldet über 69.500 Rückführungen von Migranten nach Marokko.
- • Marokko spricht von 40.000 Migranten und elf Toten; Spanien von mehr als 50.000 und 88 Toten.
- • EU-Kommission fordert verstärkten Grenzschutz und physische Barrieren.
- • 22 EU-Staaten unterzeichnen offenen Brief, der Spanien kritisiert.
- • 26.000 Migranten in Ceuta medizinisch versorgt.
Situation in Ceuta
Nach den tödlichen Ereignissen in der spanischen Exklave Ceuta eskaliert die politische Debatte in Europa. Die spanischen Behörden melden, dass über 69.500 Migranten nach Marokko zurückgeführt wurden, die Zahl der Toten wird unterschiedlich angegeben: Spanien spricht von 88, Marokko von elf Todesopfern.
Vorwürfe gegen Marokko
Marokko macht Falschinformationen in sozialen Medien und Schleuser für den Ansturm verantwortlich, während Spanien und andere EU-Staaten eine Mitschuld Marokkos vermuten. Die liberale EU-Abgeordnete Nathalie Loiseau kritisierte in einem Interview die Reaktion Marokkos als unzureichend und forderte eine stärkere europäische Grenzsicherung.
EU-Reaktionen und Forderungen
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen lobte Spaniens Krisenmanagement, fordert aber mehr Grenzschutz, unter anderem den Einsatz physischer Barrieren. Die EU-Innenminister treffen sich am Dienstag zur Videokonferenz. Italien und Dänemark fordern Sanktionen gegen Spanien, 22 EU-Staaten haben einen gemeinsamen Brief unterzeichnet, der Madrid kritisiert.
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