Eigentumskauf in England: Immer mehr Käufer drücken Last-Minute den Preis
Wichtige Fakten
- • Gazundering: Käufer senken Angebot kurz vor Vertragsabschluss.
- • Einer von drei Hausverkäufen in England/Wales platzt vor Vertrag.
- • Geplante Reformen: Verbindliche Angebote ab 2029.
- • Kosten für Verkäufer: 400 Mio. Pfund jährlich.
Gazundering: Ein wachsendes Problem beim Hauskauf in England und Wales
Immer häufiger kommt es vor, dass Käufer kurz vor Vertragsunterzeichnung den vereinbarten Kaufpreis für ein Haus drücken. Dieses Verhalten, bekannt als "Gazundering", bringt Verkäufer in eine schwierige Lage. Ist der Vertrag erst einmal geplatzt, drohen der Verlust des Eigenheims und finanzielle Folgen, da Anwalts- und Umzugskosten bereits gezahlt wurden. Betroffen waren etwa Sarah und ihre Familie, deren Käufer am Tag vor dem geplanten Austausch 15.000 Pfund weniger boten.
Hintergrund und Reformpläne
Der Verband der Grundstücksanwälte (Conveyancing Association) beobachtet einen langsamen Anstieg solcher Fälle, begünstigt durch einen Käufermarkt mit Überangebot. In England und Wales wird ein Vertrag erst mit Austausch der Kaufverträge rechtsverbindlich, was im Schnitt 120 Tage dauert. Laut Planung des Bauministeriums sollen Reformen bis 2029 die Transaktionszeit um vier Wochen verkürzen und durch verbindliche Angebote Strafen für grundloses Zurücktreten einführen.
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