El Niño offiziell da: Weltweit steigendes Risiko für Dürren und Überschwemmungen
Wichtige Fakten
- • El Niño offiziell begonnen, verstärkt sich im Jahresverlauf.
- • 63 Prozent Wahrscheinlichkeit für sehr starken El Niño laut NOAA.
- • Folgen: Dürren in Australien, Überschwemmungen in Südamerika.
- • Rekordtemperaturen für 2027 wahrscheinlich erwartet.
- • Besorgnis um Ernährungssicherheit auf Philippinen und in Indonesien.
Beginn von El Niño
El Niño hat offiziell begonnen. Wetterbehörden aus Japan und den USA bestätigten dies unter Berufung auf Atmosphären- und Ozeansignale, wie die Erwärmung des zentralen tropischen Pazifiks um über 0,5 Grad. Laut NOAA wird sich das Phänomen verstärken, mit 63 Prozent Wahrscheinlichkeit für einen „sehr starken El Niño“. Die Philippinen melden ebenfalls einen starken El Niño, dessen Effekt bis Frühjahr 2027 anhalten könnte.
Globale Auswirkungen
Die El Niño-Southern Oscillation (ENSO) ist die wichtigste natürliche Klimaschwankung der Erde. Bei El Niño schwächen sich die Passatwinde ab, Warmwasser breitet sich nach Osten aus, Walker-Zirkulation wird geschwächt. Folgen sind Starkniederschläge an der Westküste Südamerikas und Dürren in Australien, Indonesien und Indien. Weltweit steigen die Temperaturen, Hurrikan-Saison im Atlantik wird schwächer.
Sorgen in Pazifikstaaten
In Pazifikstaaten wächst die Sorge vor Ernteausfällen und Waldbränden. Die Philippinen fürchten um Ernährungssicherheit und Einkommen in Landwirtschaft und Fischerei. Indonesien mahnt zu Klimaanpassung. Indien rechnet mit schwächstem Monsun seit elf Jahren. Auch Peru erwartet Ertragseinbußen bei Reis, Kartoffeln und Mais. Die Wirtschaftskrise und Inflation in vielen Regionen verschärfen die Lage.
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