Engpässe und hohe Nachfrage: Eiermarkt vor Ostern angespannt
Wichtige Fakten
- • Die Vogelgrippe-Welle im Herbst führte zu Stallpflicht für Geflügel.
- • Der Eierkonsum stieg von 234 (2021) auf 252 Eier pro Kopf (2025).
- • Bio-Eier und gefärbte Ostereier können zeitweise knapp sein.
- • Der Bundesverband Ei erwartet keine generellen Versorgungsengpässe.
Marktlage vor Ostern
Vor Ostern ist der deutsche Eiermarkt angespannt, was auf mehrere Faktoren zurückzuführen ist: Eine Vogelgrippe-Welle im Herbst zwang Geflügelhöfe wie den Bengerhof im Kreis Kleve zu vier Monaten Stallpflicht, was die Produktion beeinträchtigte. Zusätzlich sorgen geringere Importe, insbesondere aus den Niederlanden, und eine stark gestiegene Nachfrage für Engpässe. Der Eierkonsum ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen und lag 2025 bei 252 Eiern pro Kopf, verglichen mit 234 vor vier Jahren, was auf einen Imagewandel zurückzuführen ist – Eier gelten nun als proteinreiches Superfood.
Auswirkungen und Prognosen
Laut dem Bundesverband Ei kann es punktuell zu kurzfristigen Einschränkungen kommen, beispielsweise bei Bio-Eiern oder gefärbten Ostereiern, wo die Auswahl eingeschränkt sein könnte. Dennoch geht der Verband davon aus, dass der Lebensmitteleinzelhandel weiterhin zuverlässig beliefert wird und keine generellen Versorgungsengpässe drohen. In Deutschland werden täglich rund 56 Millionen Eier produziert, und Ostern ist nicht die Zeit mit dem höchsten Konsum – das stärkste Geschäft liegt eigentlich in der Weihnachtszeit.
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