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International 19.02.2026, 09:51 Aktualisiert: 19.02.2026, 18:04

Ernennung von Antonia Romeo zur Kabinettsekretärin und politische Debatten um britische Militärstützpunkte

Antonia Romeo ist erste Frau als Kabinettsekretärin in 110 Jahren.

Wichtige Fakten

  • Antonia Romeo ist erste Frau als Kabinettsekretärin in 110 Jahren.
  • Sie ersetzt Chris Wormald nach nur 14 Monaten im Amt.
  • Vorwürfe wegen Mobbings wurden unabhängig untersucht und widerlegt.
  • Romeo hat 25 Jahre Erfahrung in Regierungsabteilungen wie Innenministerium.
  • Kabinettsekretär ist höchster Beamter und Berater des Premierministers.

Ernennung zur Kabinettsekretärin

Der britische Premierminister Keir Starmer hat Dame Antonia Romeo zur neuen Kabinettsekretärin ernannt, der höchsten Position im öffentlichen Dienst. Sie ist die erste Frau, die dieses Amt in seiner 110-jährigen Geschichte innehat. Romeo ersetzt Chris Wormald, der nach nur 14 Monaten im Amt abgelöst wurde und damit der am kürzesten dienende Kabinettsekretär in der Geschichte ist. Ihre Ernennung erfolgte nach einem Due-Diligence-Prozess unter Aufsicht der Ersten Zivilkommissarin, Baroness Gisela Stuart.

Beruflicher Hintergrund und Vorwürfe

Dame Antonia Romeo verfügt über 25 Jahre Erfahrung im öffentlichen Dienst und war zuletzt als ständige Sekretärin im Innenministerium tätig. In ihrer Karriere gab es Vorwürfe wegen Mobbings und Ausgaben während ihrer Zeit als Generalkonsulin in New York, die jedoch in einer unabhängigen Untersuchung als haltlos befunden wurden. Starmer lobte ihre Professionalität und Entschlossenheit, Dinge umzusetzen. Der ehemalige Kabinettsekretär Gus O'Donnell verteidigte sie und betonte, dass sie sowohl in Politik als auch Umsetzung stark sei.

Aufgaben und Erwartungen

Als Kabinettsekretärin ist Romeo die oberste politische Beraterin des Premierministers und für die Umsetzung von Regierungsentscheidungen verantwortlich. Sie betonte, der öffentliche Dienst solle für Effizienz, Innovation und Umsetzung der Regierungsagenda bekannt sein. Reform UK hat Pläne angekündigt, die Rolle in drei separate Positionen aufzuteilen, um Bürokratie zu reduzieren, während Gewerkschaften wie Prospect eine stärkere Einbindung der Mitarbeiter fordern.

Politische Debatten um Militärstützpunkte

Parallel dazu berichtet The Times, dass Keir Starmer die Nutzung britischer Militärstützpunkte wie Diego Garcia durch die USA für einen möglichen Angriff auf Iran verweigert, aus Sorge vor Verstößen gegen internationales Recht. Dies hat zu Spannungen mit dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump geführt, der die britische Chagos-Inseln-Politik kritisiert. Die Konservativen fordern, die Basen für solche Operationen freizugeben, während die Liberaldemokraten Trump der Einschüchterung bezichtigen und ein parlamentarisches Votum verlangen.

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