Estland als Testmarkt für synthetische Opioide: Eine neue Drogenkrise
Wichtige Fakten
- • Estland hat die höchste Drogentotenrate in der EU.
- • Synthetische Opioide sind bis zu 100-mal stärker als Heroin.
- • Fentanyl-Erfolg: Zahl der Toten sank bis 2018 um 50 Prozent.
- • Neue Substanzen wie Nitazen und Cychlorphin dominieren den Markt.
- • Polizei ermittelt Richtung Lettland, Erfolge bleiben aus.
Estland ist zu einem Testmarkt für hochpotente synthetische Opioide geworden, was zu einer Rekordzahl an Todesfällen führt. Diese Substanzen, wie Cychlorphin, sind hundertfach stärker als Heroin und haben es fast vollständig vom Markt verdrängt. Die Konsumenten wissen oft nicht, welche Moleküle sie konsumieren, da die Drogen gleich aussehen.
Einst galt Estland als Vorbild im Kampf gegen Fentanyl: Dank polizeilicher Erfolge sank die Zahl der Drogentoten bis 2018 um über 50 Prozent. Doch der Erfolg war nur von kurzer Dauer.
Schon wenige Jahre später kamen neue synthetische Opioide wie Nitazen und Cychlorphin, die Kriminelle in mobilen Laboren mischen. Die Polizei hat große Schwierigkeiten, diese Labore zu finden, und führt Spuren häufig nach Lettland. Trotz des Kampfes sehen Hilfsorganisationen wie Convictus täglichen Drogenkonsum, insbesondere auf dem Land.
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