EU: Jugendliche sehen Social Media positiver als Eltern
Wichtige Fakten
- • 48% der Jugendlichen sehen positive Effekte von Social Media, Eltern nur 21%.
- • Jugendliche verbringen an Schultagen 4,5 Stunden online, Eltern schätzen weniger.
- • Ein direkter kausaler Zusammenhang zwischen Bildschirmzeit und mentaler Gesundheit wurde nicht bestätigt.
- • EU-Expertengruppe gibt am 13. Juli Empfehlungen zu möglichen Social-Media-Verboten für Minderjährige.
Jugendliche und Social Media: Positive Wahrnehmung bei 48 Prozent
Eine von der EU-Kommission beauftragte Umfrage zeigt, dass Jugendliche in der EU die Wirkung von Social Media auf ihre mentale Gesundheit deutlich positiver einschätzen als ihre Eltern. 48 Prozent der 13- bis 18-Jährigen vermuten einen positiven Effekt, während nur 21 Prozent der Eltern dies annehmen. Demgegenüber befürchten 18 Prozent der Jugendlichen negative Auswirkungen, aber 36 Prozent der Eltern. Die Ergebnisse wurden am 17. Juni 2026 veröffentlicht.
Bildschirmzeit unterschätzt – Kausalzusammenhang offen
Die Befragung ergab zudem, dass Kinder und Jugendliche an Schultagen durchschnittlich 4,5 Stunden Online-Konsum angeben, an Wochenenden 6,1 Stunden – jeweils etwa eine Stunde mehr, als die Eltern vermuten. Obwohl eine Verbindung zwischen langer Bildschirmzeit und Kopfschmerzen sowie Konzentrationsproblemen festgestellt wurde, warnt der Bericht , dass die Daten keinen direkten kausalen Zusammenhang bewisen.
EU prüft Social-Media-Verbot für Minderjährige
Parallel zur Veröffentlichung tagte eine EU-Expertengruppe, die Ursula von der Leyen unter anderem zur Frage möglicher Social-Media-Verbote für Minderjährige berät. Ihre Empfehlungen sollen am 13. Juli 2026 vorgelegt werden. Da technische Altersgrenzen nur von der EU durchgesetzt werden können, sind sie auch für die deutsche Debatte entscheidend.
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