Hitzewelle setzt Europas Energiesystem und Landwirtschaft stark zu
Wichtige Fakten
- • In Ungarn musste AKW Paks wegen Niedrigwassers in der Donau auf zehn Prozent Leistung gedrosselt werden.
- • In Rumänien wurde der Reaktor Cernavodă 1 wegen Niedrigwasser abgeschaltet; Stromsparaufruf an Bevölkerung.
- • Wegen hoher Flusstemperaturen fehlten in Frankreich zeitweise Leistungen aus Kernkraft; bis zu 7.300 Megawatt waren detroffen.
- • Allein am Hitzewochenende Ende Juni starben in Deutschland mindestens zehntausend Nutztiere durch enorme Temperaturen.
- • In Deutschland lag die Windstromerzeugung teils rund 60 Prozent unter dem saisonalen Durchschnitt.
Hitzewelle verstärkt Druck auf Energie und Landwirtschaft
In ganz Europa zeigt die Hitze- und Dürreperiode drastische Auswirkungen auf die Energieversorgung. Das ungarische Atomkraftwerk Paks, nahezu die Hälfte der ungarischen Stromproduktion liefernd, fuhr wegen des extrem niedrigen Donaupegels seine Produktion auf zehn Prozent zurück. In Rumänien wurde der Reaktor Cernavodă 1 ebenfalls abgeschaltet, was einen öffentlichen Aufruf zum Stromsparen auslöste. Zusätzlich steigt der Strombedarf wegen des Kühlungs- und Klimatisierungsbedarfs. Flussabwärts führte das zu umfangreichen Beeinträchtigungen für Atom-, Kohle- und Gaskraftwerke; in Frankreich warnte man vor Einschränkungen von bis zu 7.300 Megawatt, da das Kühlwasser zu warm wurde und die Abwärme nicht mehr ausreichen abgeführt werden konnte.
Fehlende Kühlung und trockene Landschaften
Vor allem die Warmwasserstände, -temperaturen und reduzierten Niederschläge prägen die Lage. Der Vorschlag einer Europareise zeigt außerdem die deutliche Beteiligung deutscher Wasserstände. Massive Schäden tragen zudem zur Landwirtschaft bei. Durch trockene Böden entstanden Ernteeinbußen und Qualitätsverluste; dazu kam am Wochenende vom 26. bis 28. Juni eine extreme Anzahl toter Nutztiere durch den Hitzestress – höhere Außentemperaturen führten direkt zum 'negativen Energiezustand'. Als warnendes Exempel führt die zuständige Stelle an, dass solche Voraussetzungen jedes Jahr häufiger sagen: Wärme beeinflusst fossile Quellen ebenso stark wie erneuerbare Energien.
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