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Kultur 14.08.2026, 10:23 Aktualisiert: 14.08.2026, 15:05

Eurovision: EBU plant Online-Voting und Reformen nach politischen Blockaden

EBU plant Online-Voting und Auswahl von drei Favoriten.

Wichtige Fakten

  • EBU plant Online-Voting und Auswahl von drei Favoriten.
  • Mehrfachabstimmung für ein Land soll entfallen.
  • Bulgarische Stadt Burgas richtet ESC 2027 aus.
  • ESC-Westen erhöht Mindestalter für Teilnehmer auf 18.
  • Änderungen reagieren auf israelische Voting-Kampagnen.

Geplante Abstimmungsreform

Der Europäische Rundfunkbund (EBU) schlägt bedeutende Änderungen am Abstimmungssystem des Eurovision Song Contest vor. Laut einem Bericht, der an die teilnehmenden Rundfunkanstalten verschickt wurde, soll die öffentliche Abstimmung komplett online stattfinden und die Zuschauer müssen ihre drei Favoriten wählen, anstatt mehrfach für einen Künstler zu stimmen. Diese Reform soll verhindern, dass organisierte Kampagnen die Ergebnisse beeinflussen können. In dem Brief heißt es, die aktuellen Regeln für Zuschauerabstimmungen seien so anfällig für Missbrauch. Geopolitische Spannungen hätten dazu geführt, dass Künstler nur wegen ihrer Herkunft bevorzugt würden, nicht wegen ihrer Performance.

Druck durch Israelische Kampagnen

Die Ankündigung folgt auf die Kontroverse um die Teilnahme Israels am diesjährigen Wettbewerb. Der israelische Staat und Premierminister Benjamin Netanyahu ermutigten die Menschen, bis zu 20 Mal für die Sängerin Yuval Raphael zu stimmen. Obwohl sie nur den 15. Platz der Jurys belegte, landete sie im Televoting auf dem ersten Platz und wurde insgesamt Zweite. Vor dem Wettbewerb hatte das israelische Fernsehen dazu aufgefordert, zehnmal für Israel zu stimmen, was von der EBU als Verstoß gegen die Regeln gewertet wurde. Diese Vorfälle verdeutlichen, dass politische Mob- vorgänge das Ergebnis beeinflussen können.

Unterstützung für mehr Fairness

Die EBU sieht die Umstellung auf ein Online-Abstimmungsformat als zeitgemäß, da es einfacher sei, Abstimmungen für mehrere Künstler zu ermöglichen und technische Manipulationen zu erkennen. Zudem würden die neuen Regeln dazu beitragen, den sogenannten "voter mobilization"-Effekt zu verringern. In Deutschland waren Online-Votings bereits 2025 möglich. Die EBU bestätigte, dass man die Einführung für alle Teilnehmerländer prüft und Details bald bekannt geben werde.

Weitere Änderungen

Fußball betonen müssen wir den ESC-Termin: zeitgleich kündigten die Organisatoren an, dass 2027 bereits fest geplant ist, nämlich die Austragung in Burgas, Bulgarien, nachdem die bulgarische Sängerin Dara gewonnen hatte. Darüber hinaus sollen die Regeln angepasst werden, damit Künstler, die in Ländern mit bewaffneten Konflikten oder sensiblen politischen Situationen leben, nicht mehr automatisch teilnehmen dürfen. Auch das Mindestalter für Teilnehmer wird auf 18 erhöht und Wassergebrauch von vorab aufgenommenen Stimmen reglementiert. Zusätzlich beendete das israelische Kosmetikunternehmen Moroccan Oil sein Sponsoring des Contests, das sechs Jahre dauerte.

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