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Klima 31.03.2026, 05:13 Aktualisiert: 31.03.2026, 23:06

Experten kritisieren Lücken im Klimaschutzprogramm

Deutschland verfehlt EU-Energieeffizienzziele für 2030.

Wichtige Fakten

  • Deutschland verfehlt EU-Energieeffizienzziele für 2030.
  • Förderung für Wärmepumpen und E-Autos berücksichtigt nicht den Wirkungsgrad.
  • Methanminderung fehlt komplett im Klimaschutzprogramm.
  • Energieverbrauch mit Wärmepumpe ist deutlich niedriger als mit Wasserstoff.
  • Der Primärenergieverbrauch muss bis 2030 um 26,5% sinken.

Kritik am Klimaschutzprogramm

Der Umweltexperte Axel Friedrich fordert Nachbesserungen am neuen Klimaschutzprogramm der Bundesregierung, da sonst das Ziel einer Treibhausgas-Minderung um 65 Prozent bis 2030 verfehlt wird. Besonders kritisiert er das Fehlen von Maßnahmen zur Energieeffizienz und Methanminderung.

Energieeffizienz als Schlüssel

Laut Friedrich herrscht bei der Energieeffizienz ein "Blackout", obwohl die EU eine Reduktion des Primärenergieverbrauchs um 26,5 Prozent bis 2030 vorschreibt. Bisher liegt Deutschland nur bei 13 Prozent Reduktion und droht das Ziel zu verfehlen. Er schlägt vor, Förderprogramme an die Energieeffizienz zu koppeln, etwa bei Wärmepumpen und Elektroautos.

Methanminderung ignoriert

Das Klimaschutzprogramm enthält keine Maßnahmen zur Methanminderung, obwohl Methan über 20 Jahre betrachtet mehr als 82-mal so klimaschädlich wie CO2 ist und Deutschland sich in Glasgow verpflichtet hat, die Emissionen bis 2030 um über 30 Prozent zu senken. Friedrich betont, dass dies kostengünstig möglich wäre.

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