Monaco: Paketbombe gegen ukrainischen Oligarchen – Ehefrau in Lebensgefahr
Wichtige Fakten
- • Explosion durch Paketbombe in Monaco, drei Verletzte.
- • Opfer: ukrainischer Oligarch Wadym Jermolajew, Ehefrau und Sohn.
- • Ehefrau weiter in Lebensgefahr, Mann und Kind stabil.
- • Ermittlungen wegen versuchten Mordes, kein Terror.
- • Verdächtiger nach Frankreich geflohen, Großfahndung läuft.
Explosion erschüttert Monaco: Paketbombe in Wohnhaus
Bei einer Explosion in einem Wohnhaus in Monaco sind am Montagabend drei Menschen verletzt worden, darunter der ukrainische Oligarch Wadym Jermolajew, seine Ehefrau und ihr 13-jähriger Sohn. Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass es sich um eine Paketbombe handelte, die Schrauben und Schrot enthielt. Die Ermittlungen laufen wegen versuchten Mordes; ein terroristischer Hintergrund wurde ausgeschlossen. Der Verdächtige floh zu Fuß über die Grenze nach Frankreich. Überwachungskameras zeigen, wie ein Mann einen Rucksack in der Lobby ablegt.
Kritischer Zustand der Ehefrau – Täter noch flüchtig
Die Ehefrau des Oligarchen schwebt weiterhin in Lebensgefahr, während Jermolajew und sein Sohn außer Gefahr sind. Der Regierungschef von Monaco, Christophe Mirmand, erklärte, es sei das erste derartige Verbrechen in der Geschichte des Fürstentums. Mehr als 100 Polizisten sind im Einsatz, um den Täter zu fassen. Frankreich und Monaco arbeiten bei der Fahndung zusammen. Fürst Albert II. nannte die Tat ein „abscheuliches Verbrechen“. Die ukrainische Botschaft in Paris hat Kontakt mit den Behörden aufgenommen, um die Identität der Opfer zu bestätigen.
Mögliches Motiv: Callcenter-Betrug und organisierte Kriminalität
Jermolajew, ein Immobilienentwickler aus Dnipro, gab 2019 seine ukrainische Staatsbürgerschaft auf und ist nun zypriotischer Staatsbürger. Er steht seit Dezember 2023 unter ukrainischen Sanktionen, weil er angeblich Geschäfte auf der von Russland besetzten Krim betrieben hat. Jermolajew wies die Vorwürfe zurück. Ein mögliches Motiv könnte jedoch in Verbindung mit Callcenter-Betrug stehen: Jermolajews Sohn Artur wurde 2024 in Estland wegen ähnlicher Straftaten verurteilt. Quellen berichten von möglichen Verbindungen zu tschetschenischen kriminellen Netzwerken; das Motiv bleibt noch unbestätigt.
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