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Wissen 29.05.2026, 07:12 Aktualisiert: 29.05.2026, 12:02

Explosion von Bezos' Rakete "New Glenn": Schwerer Rückschlag für Blue Origin

Schwerlastrakete New Glenn explodiert bei Triebwerkstest in Cape Canaveral.

Wichtige Fakten

  • Schwerlastrakete New Glenn explodiert bei Triebwerkstest in Cape Canaveral.
  • Explosion zerstört Startplatz LC-36, neustes von Blue Origin.
  • Satellitenprojekt Leo von Amazon leidet, Druck durch SpaceX wächst.
  • NASA-Mondmissionen und Rover-Lieferung via New Glenn gefährdet.
  • Joe Allen löschte Feuer, keine Verletzten – Schäden an Startrampe.

Raketenexplosion mit weitreichenden Folgen

Die Schwerlastrakete „New Glenn“ des Raumfahrtunternehmens Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos ist am gestrigen Abend bei einem routinemäßigen Test auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral explodiert. Auf einem Livestream war eine gewaltige Explosion samt Feuerball zu sehen. Das Unternehmen sprach auf der Plattform X von einer „Unregelmäßigkeit“ und betonte, alle Mitarbeiter seien wohlauf. Bezos kündigte an, die Ursache zu untersuchen und die Rakete wieder aufzubauen.

Schäden am einzigen Startkomplex

Die Explosion verursachte schwere Schäden an der Startrampe Space Launch Complex 36 – der einzigen weltweit, die für New Glenn ausgelegt ist. Ein Blitzschutzturm stürzte um, die Anlage muss aufwendig repariert und neu zertifiziert werden. Experten rechnen mit monatelangen Verzögerungen, während ursprünglich ein Start Anfang Juni mit 48 Satelliten für Amazons Leo-Breitbandnetzwerk geplant war.

Auswirkungen auf NASA-Mondpläne und Amazon

Der Rückschlag trifft auch die NASA. Die Behörde setzt bei ihrem Mondprogramm auf Blue Origin: Der Roboterlander „Blue Moon Mark 1 Endurance“ soll im Herbst 2026 mit einer New Glenn starten, und ein Vertrag über den Transport von Mondfahrzeugen im Wert von 468 Millionen Dollar läuft noch 2028. Doppelt problematisch ist die Situation für Amazon: Der Internet-Konzern benötigt nach FCC-Vorgaben bis Juli 2026 die Hälfte seiner Leo-Konstellation aus 3.236 Satelliten im Orbit. Derzeit sind gut 300 oben, weit unter Plan; ohne New Glenn ist Amazon noch stärker auf Konkurrenten wie Elon Musks SpaceX angewiesen, um seine Lizenzfristen zu erreichen. SpaceX-Chef Musk kommentierte das Malheur knapp mit: „Äußerst bedauerlich. Raketen sind schwierig.“

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