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International 09.03.2026, 14:42 Aktualisiert: 09.03.2026, 18:09

Explosion vor Synagoge in Lüttich: Terrorverdacht und Antisemitismus-Vorwürfe

Explosion gegen 4 Uhr morgens vor Synagoge in Lüttich, Belgien.

Wichtige Fakten

  • Explosion gegen 4 Uhr morgens vor Synagoge in Lüttich, Belgien.
  • Belgische Bundesstaatsanwaltschaft prüft Hinweise auf terroristische Straftat.
  • Premierminister Bart De Wever verurteilt antisemitische Tat gegen jüdische Gemeinschaft.
  • Keine Verletzten, aber Fensterscheiben benachbarter Gebäude zerstört.
  • Innenminister kündigt verstärkte Sicherheitsvorkehrungen an ähnlichen Einrichtungen an.

Explosion vor Synagoge in Lüttich

Am frühen Morgen ist es im belgischen Lüttich zu einer Explosion vor einer Synagoge gekommen. Die belgische Bundesstaatsanwaltschaft prüft nach eigenen Angaben Hinweise auf eine terroristische Straftat und geht von einem Terrorverdacht aus. Premierminister Bart De Wever verurteilte die Tat als antisemitisch und richtete sich direkt gegen die jüdische Gemeinschaft in Belgien.

Reaktionen und Sicherheitsmaßnahmen

Die Detonation ereignete sich gegen 4 Uhr morgens, wobei mehrere Fensterscheiben benachbarter Gebäude zersprangen, aber niemand verletzt wurde. Innenminister Bernard Quintin kündigte an, die Sicherheitsvorkehrungen an ähnlichen Einrichtungen zu verschärfen, stellte jedoch keinen direkten Zusammenhang zum Nahen Osten-Konflikt her. Bürgermeister Willy Demeyer betonte, dass solche importierten Konflikte in der Stadt unerwünscht seien.

Hintergrund und Solidarität

Die Synagoge in Lüttich, die 1899 erbaut wurde und auch ein Museum beherbergt, liegt etwa 40 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. In ganz Belgien leben schätzungsweise 45.000 bis 50.000 Jüdinnen und Juden. Politiker und religiöse Vertreter, darunter der katholische Bischof Jean-Pierre Delville, äußerten Solidarität mit der jüdischen Gemeinschaft und verurteilten die Gewalttat als inakzeptabel.

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