Extremhitze bricht Temperaturrekorde in Mittel- und Osteuropa
Wichtige Fakten
- • Slowakei erreicht 42°C, neuer nationaler Rekord.
- • Polen schaltet Kraftwerke wegen Niedrigwasser ab.
- • In Deutschland 11.900 Hitzetote im Sommer.
- • Waldbrände: 500.000 Hektar verbrannt in EU.
- • Hitze macht Extremwetter 20x wahrscheinlicher in Spanien.
Rekordhitze in Mittel- und Osteuropa
In mehreren Ländern Mittel- und Osteuropas sind neue Temperaturrekorde gemessen worden. Die Slowakei meldete mit 42°C am Donnerstag in Dolné Plachtince einen neuen Höchstwert. Auch Österreich (41,2°C) und Ungarn verzeichneten Allzeitrekorde. Die extreme Hitze, die zu Waldbränden und Dürren in der gesamten Region führte, wird durch die Klimakrise verstärkt.
In Polen mussten die Kohlekraftwerke Kozienice und Połaniec abgeschaltet werden, weil der Wasserstand der Weichsel zu niedrig für die Kühlung war. Das entfernte etwa 1,3 GW aus dem polnischen Stromnetz. Ministerpräsident Donald Tusk forderte Arbeitgeber auf, für Abkühlung und Wasser für ihre Angestellten zu sorgen.
In Deutschland protestierten Klimaaktivisten vor dem Kanzleramt gegen die Energiepolitik. Schätzungen des Robert Koch-Instituts zufolge starben in diesem Sommer 11.900 Menschen an den Folgen der Hitze. Damit seien die Folgen fossiler Brennstoffe verantwortlich,so Fridays for Future.
In Ungarn ging das AKW Paks teilweise wieder ans Netz; Indes warnt man vor Stromknappheit. Auch andere Staaten, wie Tschechien und die Slowakei, melden eine rekordverdächtige Waldbrandgefahr. Seit Jahresbeginn sind in der EU fast 500.000 Hektar verbrannt.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.