Falschmeldungen um Fauci: Keine Belege für Corona-Impfrisiken bei Schwangeren
Wichtige Fakten
- • Fauci äußerte theoretische Risiken, bevor Daten vorlagen.
- • Auswertung von rund 15.000 Schwangeren zeigte kein erhöhtes Risiko.
- • Studien zeigen keine Belege für Zusammenhang Impfung mit Fehlgeburten.
- • Meta-Analyse in 'Nature' bestätigt Sicherheit der Impfung in Schwangerschaft.
- • Vorwürfe von New York Post und NIUS are verzerrt dargestellt.
Vorwurf gegen Fauci
In den USA und Deutschland wird behauptet, der US-Virologe Anthony Fauci habe in der Corona-Pandemie 2021 Fehlgeburten bei Schwangeren riskiert, indem er über Risiken gelogen habe. Diese Vorwürfe basieren auf SMS, die ein Untersuchungsausschuss veröffentlichte. Fauci schrieb im Januar 2021, es könnten theoretische Risiken bestehen, fehlten aber Daten. Erst nach Veröffentlichung der Daten am 27. Januar passte er seine Aussage an. Eine Auswertung von rund 15.000 geimpften Schwangeren zeigte kein erhöhtes Risiko.
Wissenschaftliche Lage
Auch aktuelle Studien und Metastudien, u.a. im Fachjournal Nature mit 23 Studien, belegen keine Zusammenhänge zwischen Impfung und Fehlgeburt, neuronaler Entwicklung oder Fehlbildungen. Virologe Friedemann Weber verteidigt Fauci: Er habe seine Aussage an die Datenlage angepasst, nicht gelogen.
Falschmeldungen in Medien
Konservative Politiker wie Ron Johnson und Medien wie die New York Post und NIUS unterstellen Fauci, entgegen besserem Wissen gehandelt zu haben. Deren Darstellung ist fehlerhaft und lässt den Zeitablauf aus. Auftretende Fehlgeburtsfälle in Pfizer-Berichten sind gemeldete Nebenwirkungen, keine ausreichende Studiendaten. Fauci selbst verweigerte die Aussage im Untersuchungsausschuss. Eine Studie von Thorp ist methodisch fragwürdig und nicht belegt.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.