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Neue Details zu Festnahmen wegen Russland-Embargoverstößen
Fünf Personen wurden wegen planmäßiger Verstöße gegen das Russland-Embargo festgenommen.
Wichtige Fakten
- • Fünf Personen wurden wegen planmäßiger Verstöße gegen das Russland-Embargo festgenommen.
- • Die Verdächtigen nutzten Scheinfirmen, um Lieferungen nach Russland zu verschleiern.
- • Es wurden mechanische und technische Bauteile, darunter Rollen- und Kugellager, Fotodioden und Speicher, für die russische Rüstungsproduktion geliefert.
- • Ermittler schätzen rund 16.000 Verstöße und einen zweistelligen Millionenbetrag an Auftragswert.
- • Nikita S., mit deutscher und russischer Staatsangehörigkeit, wurde bei der Einreise nach Deutschland festgenommen.
- • Weitere Beschuldigte haben unter anderem deutsche und ukrainische Staatsangehörigkeit.
- • Durchsuchungen fanden in Lübeck, Kreis Herzogtum Lauenburg, Nordwestmecklenburg, Nürnberg, Ostholstein und Frankfurt statt.
- • Ermittlungen werden unterstützt durch den Zoll und den BND.
Fünf Männer sind aufgrund von Verstößen gegen die Russland-Sanktionen von der Bundesanwaltschaft festgenommen worden. Sie sollen über Scheinfirmen mechanische und technische Bauteile, darunter Rollen- und Kugellager, Fotodioden und Speicher, seit 2022 nach Russland verschleiert geliefert haben. Die Lieferungen erfolgten von Lübeck aus über ein Netzwerk von scheinbaren Geschäften, wobei letztlich russische Rüstungsunternehmen beliefert wurden. Die Bundesanwaltschaft hat ungefähr 16.000 Verstöße im zweistelligen Millionenbereich errechnet. Nikita S., der als Hauptverdächtiger gilt, wurde bei der Einreise nach Deutschland verhaftet. Durchsuchungen fanden in mehreren Städten statt, unterstützt vom Zoll und dem BND. Die Festgenommenen sollen demnächst vor dem Bundesgerichtshof erscheinen.
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