Finanzkrise an der Met: Saudi-Deal geplatzt, Kunstverkauf erwogen
Wichtige Fakten
- • 200-Millionen-Deal mit Saudi-Arabien geplatzt.
- • Met-Intendant Gelb sucht 30 Mio. Dollar bis Juli.
- • Chagall-Gemälde im Wert von 55 Mio. Dollar zum Verkauf.
- • Met-Stiftungskapital sank um 120 Mio. auf 220 Mio.
- • Innovatives Namenssponsoring als mögliche Einnahmequelle.
Finanznot nach geplatztem Saudi-Deal
Die Metropolitan Opera in New York steckt in einer akuten Finanzkrise, nachdem ein 200-Millionen-Deal mit Saudi-Arabien gescheitert ist. Intendant Peter Gelb hatte das dreiwöchige Gastspiel in Riad über acht Jahre hinweg als wichtige Einnahmequelle eingeplant, doch aufgrund der wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs zog sich das Königreich zurück. Der operative Druck ist immens: Bis Ende Juli müssen 30 Millionen Dollar aufgetrieben werden. Ratingagentur Moody's stufte die Kreditwürdigkeit der Oper bereits zum dritten Mal innerhalb eines Jahres herab.
Verkauf von Kunst und Namensrechten
Gelb erwägt nun mehrere unkonventionelle Optionen. Zum einen sollen zwei monumentale Wandgemälde von Marc Chagall im Wert von rund 55 Millionen Dollar verkauft werden – unter der Bedingung, dass sie im Foyer der Met hängen bleiben. Zudem denkt der Intendant über den Verkauf von Namensrechten nach, ähnlich wie das New Yorker Ballett im David H. Koch Theater oder die Philharmonie in der David Geffen Hall. Playful vorgeschlagene Namen wie „Elon Musk Opera“ verdeutlichen die Suche nach Mäzenen.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.