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Wirtschaft 09.04.2026, 15:49 Aktualisiert: 09.04.2026, 18:06

Flugbegleiterstreik bei Lufthansa: Hunderte Flüge fallen am Osterferienende aus

Flugbegleitergewerkschaft UFO streikt am 10.04.2026 von 00:01 bis 22 Uhr.

Wichtige Fakten

  • Flugbegleitergewerkschaft UFO streikt am 10.04.2026 von 00:01 bis 22 Uhr.
  • Über 520 Flüge fallen laut Flughafenverband ADV voraussichtlich aus.
  • In Frankfurt sind 75% der Lufthansa-Abflüge gestrichen, betroffen sind auch neun weitere Flughäfen.
  • Lufthansa setzt Zusatzflüge durch nicht bestreikte Airlines wie Eurowings und Austrian ein.
  • Streik folgt auf Warnstreik und Urabstimmung mit hoher Zustimmung der Beschäftigten.

Streikaufruf bei Lufthansa

Am Freitag, dem 10. April 2026, dem letzten Tag der Osterferien, haben die Flugbegleiter der Lufthansa ihren Streik begonnen, der von der Gewerkschaft UFO organisiert wird. Der Arbeitskampf dauert von 00:01 bis 22 Uhr und betrifft alle Abflüge der Deutschen Lufthansa AG von den Flughäfen Frankfurt und München. Zusätzlich werden Starts der Regionaltochter Lufthansa Cityline von neun deutschen Flughäfen bestreikt, darunter Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Bremen, Stuttgart, Köln und Hannover.

Auswirkungen auf den Flugverkehr

Laut dem Flughafenverband ADV drohen insgesamt mehr als 520 Flüge auszufallen, wobei in Frankfurt etwa 75 Prozent der geplanten Lufthansa-Abflüge gestrichen wurden. Auch an größeren Flughäfen wie Hamburg und Berlin wurden Dutzende Flüge abgesagt. Der Streik könnte besonders Reisende bei der Rückkehr aus dem Osterurlaub treffen, da Maschinen an ausländischen Zielen fehlen und die Kapazitäten stark eingeschränkt sind.

Reaktionen und Gegenmaßnahmen

Lufthansa hat als Reaktion auf den Streik Zusatzflüge durch nicht bestreikte Airlines angekündigt, darunter Discover, Eurowings und internationale Töchter wie Austrian Airlines, Swiss, Brussels Airlines, Air Dolomiti und ITA Airways. Personalvorstand Michael Niggemann kritisierte den Zeitpunkt als verantwortungslos, da er die Gäste im Rückreiseverkehr besonders hart trifft. UFO-Chef Joachim Vázquez Bürger sieht die Schuld bei Lufthansa für fehlende Verhandlungsangebote und betonte, dass der Streik auf eine Urabstimmung mit hoher Zustimmung der Beschäftigten folgt.

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