Foodwatch: EU-verbotene Pestizide in Supermarkt-Lebensmitteln
Wichtige Fakten
- • 43 von 63 getesteten Produkten enthielten Pestizidrückstände.
- • Drei Produkte überschritten gesetzliche Grenzwerte und werden zurückgefordert.
- • Besonders belastet: Paprikapulver, grüner Tee und Basmatireis.
- • Bundeslandwirtschaftsminister Rainer blockiert laut Foodwatch EU-Importreformen.
Foodwatch deckt Pestizide in EU-Supermärkten auf
Obwohl sie in der EU verboten sind, finden sich Pestizide in Lebe smitteln, die in Europa verkauft werden. Das zeigt eine Foodwatch-Untersuchung. Besonders Reis, Tee und Gewürze sind belastet. In rund zwei von drei getesteten Produkten entdeckten die Verbraucherschützer mehrere Wirkstoffe – darunter Substanzen, die in der EU seit Jahren nicht mehr zugelassen sind.
Umfang der Tests und betroffene Länder
Foodwatch testete 63 Produkte aus Supermärkten in den Niederlanden, Österreich, Deutschland und Frankreich. Ausgewählt wurden Kategorien mit hohem Importanteil. 43 Proben wiesen Rückstände auf. In Deutschland waren 13 von 19 Produkten betroffen, darunter Eigenmarken von Rewe, Aldi, Edeka, Lidl sowie Teekanne, Meßmer und Fuchs/Ostmann.
Forderungen nach strengeren Regeln
Foodwatch fordert einen sofortigen Rückruf der drei grenzwertüberschreitenden Produkte – Kreuzkümmel der Marken Fuchs und Kania sowie Rewe Chili Mix. Die EU-Kommission arbeitet an schärferen Importregeln, doch Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) lehnt die Pläne laut Foodwatch ab. Diese fordert eine Null-Toleranz-Regelung für verbotene Pestizide.
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