Fotografie vs. KI: Wenn Bilder Geschichte fälschen
Wichtige Fakten
- • 1826 entstand das erste Foto der Welt, 1837 das erste deutsche Foto.
- • Fotografen anerkannten Malern im 19. Jahrhundert keine Kunstfertigkeit an.
- • 1997 zeigte eine Schweizer Zeitung manipuliertes Foto vom Luxor-Tempel.
- • Ein KI-Bild vom Papst in Daunenjacke ging 2023 viral.
- • Boris Eldagsen prägte den Begriff Promptografie für KI-generierte Kunst.
Bilder haben eine Geschichte
Vor knapp 200 Jahren entstand das erste Foto der Welt – 1826 von Joseph Nicéphore Niépce aus Frankreich. Das Deutsche Museum besitzt das älteste deutsche Foto von Franz von Kobell aus dem Jahr 1837. Damals zweifelten Maler an der Kunstfertigkeit der neuen Technik, wie Ursula Frohne von der Uni Münster erklärt. Neue Medien laufen parallel zu alten, so die Kunsthistorikerin.
Manipulation ist nicht neu
Schon 1997 manipulierte eine Schweizer Boulevardzeitung ein Foto vom Luxor-Tempel, um Blut zu suggerieren. Ähnliche Methoden sind alte Praxis in Kunst und Propaganda. Genau so zeigen jüngste Fälle, dass KI diese Manipulation erheblich erleichtert.
KI-Bilder – die neue Herausforderung
Ein KI-generiertes Foto vom Papst in Daunenjacke wirkte täuschend echt. Boris Eldagsen verweigerte einen Foto-Preis für sein KI-Bild, um präzise Unterschiede zur traditionellen Fotografie zu debattieren. Er nennt seine professionelle Schöpfung Promptografie, bei der es um Konzepte statt um Kameraarbeit geht. Die Veränderung von Authentizität birgt auch Risiken für Erinnerungskultur und Journalismus.
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