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International 15.02.2026, 10:58 Aktualisiert: 15.02.2026, 23:03

Neue Luftangriffe im Gazastreifen trotz Waffenruhe - Trumps Friedensrat plant Wiederaufbau

Bei israelischen Luftangriffen wurden mindestens 12 Palästinenser getötet.

Wichtige Fakten

  • Bei israelischen Luftangriffen wurden mindestens 12 Palästinenser getötet.
  • Israel reagierte auf Hamas-Verstöße gegen die Waffenruhe vom 10. Oktober.
  • Trumps Friedensrat will 5 Milliarden Dollar für Wiederaufbau bereitstellen.
  • Indonesien plant Entsendung von 8.000 Soldaten für Stabilisierungsmission.
  • Seit Waffenruhe-Beginn starben laut Hamas-Behörde mindestens 600 Palästinenser.

Neue Angriffe trotz Waffenruhe

Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind nach palästinensischen Angaben mindestens zwölf Menschen getötet worden. Die Angriffe trafen ein Zeltlager für vertriebene Familien im nördlichen Jabaliya und die Stadt Chan Junis im Süden. Das israelische Militär erklärte, es habe auf Verstöße der radikal-islamischen Hamas gegen die seit Oktober bestehende Waffenruhe reagiert. Bewaffnete seien aus einem Tunnel östlich der sogenannten Gelben Linie aufgetaucht, was einen klaren Verstoß darstelle.

Eskalation der Gewalt

Die Waffenruhe im Gazastreifen bleibt fragil, mit täglichen gegenseitigen Vorwürfen über Verletzungen des Abkommens. Nach Angaben der Hamas-geführten Gesundheitsbehörde sind seit Beginn der Waffenruhe am 10. Oktober mindestens 600 Palästinenser durch israelischen Beschuss getötet worden, während Israel vier getötete Soldaten in diesem Zeitraum meldet. Die Gesamtzahl der Todesopfer seit Kriegsbeginn beziffert die Gesundheitsbehörde auf über 71.000.

Internationale Wiederaufbaupläne

Parallel zu den Gewaltausbrüchen konkretisieren sich internationale Pläne für den Wiederaufbau. US-Präsident Donald Trump gab bekannt, dass Mitglieder seines neu geschaffenen "Friedensrats" fünf Milliarden Dollar (etwa 4,2 Milliarden Euro) für den Wiederaufbau des kriegszerstörten Gazastreifens zugesagt haben. Indonesien plant die Entsendung von bis zu 8.000 Soldaten für eine humanitäre und Friedensmission. Das Gremium soll am Donnerstag erstmals in Washington zusammentreten.

Politische Hintergründe

Der "Friedensrat" hat das Mandat, die Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas zu sichern und schrittweise in eine Nachkriegsordnung zu überführen. Trump forderte die Hamas auf, ihrer "Verpflichtung zu einer sofortigen und vollständigen Demilitarisierung" nachzukommen. Die Hamas hat bisher eine Entwaffnung abgelehnt und verlangt zuvor die Gründung eines palästinensischen Staates. Die Gelbe Linie markiert vereinbarte Zonen im Waffenruhe-Abkommen, deren Überschreitung mit Waffen als expliziter Verstoß gilt.

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