Frankreich bietet Golfstaaten und Jordanien Verteidigungshilfe gegen iranische Drohnenangriffe an
Wichtige Fakten
- • Frankreich bietet Saudi-Arabien, VAE, Katar, Irak, Bahrain, Kuwait, Oman und Jordanien Verteidigungshilfe an.
- • Iranische Drohnen trafen französischen Marinestützpunkt in Abu Dhabi mit begrenztem Schaden.
- • Zweiter Drohnenangriff auf britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern erfolgte.
- • EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen sichert Zypern Solidarität der EU zu.
- • Präsident Macron kündigte verstärkte Verteidigungspräsenz im Nahen Osten an.
Hintergrund und Angebot
Angesichts anhaltender iranischer Drohnenangriffe hat Frankreich den Golfstaaten und Jordanien Unterstützung bei der Verteidigung angeboten. Außenminister Jean-Noël Barrot erklärte in Paris, Frankreich bekunde Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Irak, Bahrain, Kuwait, Oman und Jordanien seine uneingeschränkte Unterstützung und sei bereit, sich an ihrer Verteidigung zu beteiligen, wenn diese Länder entsprechend dem Völkerrecht darum ersuchen.
Motivation und Vorfälle
Laut Barrot geht es dabei auch um die Sicherheit französischer Einrichtungen, Stützpunkte und des Militärpersonals in der Region. Ein Drohnenangriff traf einen Hangar des französischen Marinestützpunktes im Hafen von Abu Dhabi, verursachte aber nur begrenzten materiellen Schaden. Zudem gab es einen weiteren Drohnenangriff auf den britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern, bei dem zwei Drohnen abgefangen wurden und geringer Sachschaden entstand.
Reaktionen und Folgen
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sicherte Zypern daraufhin die Solidarität der Europäischen Union zu. Ein geplantes Treffen der Europaminister wurde wegen der Vorfälle verschoben, da der Flugverkehr beeinträchtigt wurde. Präsident Emmanuel Macron hatte zuvor bereits eine Verstärkung der französischen Verteidigungspräsenz im Nahen Osten angekündigt.
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