Frauen bei britischen Kommunalwahlen stark unterrepräsentiert
Wichtige Fakten
- • Bei den Wahlen am 7. Mai sind zwei Drittel der Kandidaten Männer.
- • In sechs Bürgermeisterwahlen sind nur 18% der Kandidaten Frauen.
- • Reform UK hat mit 23% den geringsten Frauenanteil bei Lokalwahlen.
- • Die häufigsten Kandidatennamen sind David, John, Paul – Sarah auf Platz 20.
- • Keine Partei erreicht Geschlechterparität bei den Kandidaten.
Frauenanteil unter Kandidaten bei britischen Wahlen unzureichend
Frauen sind bei den anstehenden Kommunal- und Regionalwahlen in Großbritannien massiv unterrepräsentiert, wie eine Analyse von 50:50 Parliament und Democracy Club zeigt. Von insgesamt 26.813 Kandidaten sind lediglich ein Drittel Frauen, zwei Drittel Männer. In den englischen Lokalwahlen liegt der Frauenanteil bei 34%, bei den sechs Bürgermeisterwahlen sogar nur bei 18%. Keine Partei erreicht Parität; Reform UK hat mit 23% den niedrigsten Anteil, während Labour mit 42% am nächsten kommt.
Vorherrschende Männernamen und stagnierender Fortschritt
Die 20 häufigsten Vornamen unter den Kandidaten sind nahezu alle männlich, mit Sarah als einziger Frau auf Platz 20. Es gibt viermal so viele Davids (der häufigste Name) wie Sarahs. Exekutivdirektorin Lyanne Nicholl betont, dass der Fortschritt zu Parität seit fünf Jahren stagniert. Online-Bedrohungen schrecken zudem viele Frauen von einer Kandidatur ab, so Penny East von der Fawcett Society.
Regionale Unterschiede
In Schottland haben die Scottish Greens einen Frauenanteil von 60%, Labour 50%. In Wales sind 50% der Labour-Kandidaten Frauen, bei Plaid Cymru 45%. Trotz eines Rekords weiblicher Abgeordneter im Unterhaus seit 2024 (41%) bleibt der lokale Kandidatenpool männlich dominiert. Nicholl warnt, dass dies die Perspektiven von Frauen in der Politik und bei Entscheidungen schwächt.
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