Ganztagsbetreuung: Läuft der Start? Ein Blick nach Pirmasens
Wichtige Fakten
- • Seit 1. August haben Erstklässler Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung.
- • In Pirmasens kostet der Ausbau 2,75 Mio. Euro, 70% trägt der Bund.
- • Stufe für Stufe gilt der Anspruch bis 2029/30 für alle Grundschulkinder.
- • Kommunen rechnen bis 2028 mit jährlichen Defiziten von je 30 Mrd. Euro.
Herausforderungen beim Start der Ganztagsbetreuung
Drei Tage vor Schulbeginn wird in der Grundschule Wittelsbach in Pirmasens noch gewerkelt. Tische und Stühle für den neuen Speisesaal werden aufgebaut, die Küche ist noch nicht fertig. Diese Szene ist typisch für die Situation vieler Kommunen: Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung gilt seit dem 1. August für Erstklässler, und der Ausbau der Infrastruktur läuft auf Hochtouren.
Finanzielle Belastung für Städte und Gemeinden
Der Umbau in Pirmasens kostet 2,75 Millionen Euro, wobei der Bund 70 Prozent übernimmt. Oberbürgermeister Markus Zwick (CDU) betont, dass die Stadt restliche Kosten selbst tragen muss und dafür Schulden aufnimmt. Die Kommunen insgesamt rechnen bis 2028 mit jährlichen Defiziten von jeweils knapp 30 Milliarden Euro.
Chancen für Kinder und Familien
Trotz der Bürde sieht Zwick die Ganztagsbetreuung als Chance. Schulleiterin Antje Fuhrmann hebt hervor, dass Kinder aus schwierigen Verhältnissen von der Ganztagsbetreuung profitieren, u.a. durch gemeinsame Mahlzeiten und Lernzeiten. In Pirmasens war die Nachfrage so groß, dass neue Klassen eingerichtet wurden. Der Anspruch wird jahrgangsweise ausgeweitet bis 2029/2030.
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