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Wirtschaft 19.02.2026, 10:52 Aktualisiert: 19.02.2026, 18:07

Gastgewerbe trotz Tourismusboom unter Druck

Umsätze sanken real 2025 um 2,1 % trotz nominalem Anstieg

Wichtige Fakten

  • Umsätze sanken real 2025 um 2,1 % trotz nominalem Anstieg
  • Tourismus erlebte 2025 ein Rekordjahr in Deutschland
  • Steuersenkung auf Speisen wird oft nicht an Gäste weitergegeben
  • Gastronomie steht seit Jahren unter Kostendruck

Rekordtourismus bringt kein Wachstum

Das Jahr 2025 war für den deutschen Tourismus ein Rekordjahr, doch das Gastgewerbe konnte davon nicht profitieren. Laut dem Statistischen Bundesamt stiegen die nominalen Umsätze zwar um 1,4 %, preisbereinigt sanken sie jedoch um 2,1 %. Besonders betroffen waren Beherbergungsbetriebe mit einem realen Minus von 2,0 % und die Gastronomie mit 2,2 % Rückgang.

Steuersenkung ohne Effekt für Verbraucher

Die Bundesregierung senkte zum Jahresbeginn 2026 die Mehrwertsteuer auf Speisen von 19 % auf 7 %, um die Branche zu entlasten. Allerdings geben viele Betriebe diese Ersparnis nicht an ihre Gäste weiter, wie Zahlen zeigen: Im Januar 2026 waren Restaurantbesuche sogar 3,6 % teurer als im Vorjahr. Die Gastronomie begründet dies mit steigenden Kosten für Energie, Ware und Löhne.

Dauerhafte Herausforderungen

Die Branche leidet unter langfristigem Druck, da Essengehen für viele Verbraucher zum Luxus geworden ist. Selbst in der Weihnachtszeit 2025 gab es preisbereinigte Umsatzeinbußen. Die Entwicklung im Dezember 2025 setzte sich fort, mit realen Rückgängen von 1,7 % in Beherbergung und 1,8 % in Gastronomie trotz nominaler Steigerungen.

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