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International 15.08.2026, 13:29 Aktualisiert: 15.08.2026, 15:01

'Geist von Anchorage': Ein Jahr danach - Mehr Mythos als Realität

Gipfel vor einem Jahr ohne greifbares Ergebnis.

Wichtige Fakten

  • Gipfel vor einem Jahr ohne greifbares Ergebnis.
  • Angeblicher 'Geist von Anchorage' wurde von Russland beschworen.
  • Kein Gegenbesuch Putins in den USA trotz Einladung.
  • Gespräche in Abu Dhabi im Januar 2026 brachten keinen Durchbruch.
  • Russland fokussiert sich nun mehr auf China.

Der Gipfel und sein Echo

Ein Jahr ist vergangen, seit sich US-Präsident Donald Trump und Russlands Präsident Wladimir Putin in Anchorage, Alaska, trafen. Die Welt blickte damals gebannt auf das Treffen, das in Europa Entsetzen auslöste, da keine europäischen Vertreter eingeladen waren. Die Atmosphäre schien von Herzlichkeit geprägt, als Putin über einen roten Teppich auf Trump zuschritt. Doch konkrete Vereinbarungen wurden nicht bekannt – es gab weder eine gemeinsame Erklärung noch beschlossene Maßnahmen. Viele Beobachter verglichen die Szenerie mit dem historischen Jalta-Gipfel, wo einst Einflusszonen abgesteckt wurden.

Was vom 'Geist' übrig blieb

In Moskau wurde immer wieder der 'Geist von Anchorage' beschworen, als ein Symbol der Annäherung auf Augenhöhe zwischen beiden Nationen. Doch dieser Geist verflüchtigte sich schnell. US-Präsident Trump zeigt bis heute keine Absicht, sich erneut mit Putin zu treffen – ein geplanter Gegenbesuch Putins fand nie statt. Die Auswirkungen auf den Ukraine-Konflikt blieben gering; die im Januar in Abu Dhabi gestarteten Gespräche zwischen Russland, USA und Ukraine endeten lediglich in einem Gefangenenaustausch, ohne substanzielle Fortschritte. Mittlerweile dringt auch aus Moskau kaum noch die Beschwörung des 'Geistes von Anchorage' nach außen, stattdessen sucht man mehr Annäherung an China und spricht vom 'Geist von Peking'.

Ein Jahr mit neuen Realitäten

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert weiterhin an, während beide Konfliktparteien auch in anderen Bereichen um deutliche Zeichen ringen – von militärischen Auseinandersetzungen bis zu Energie- und Raffinerie-Attacken, die den Alltag in Russland selbst beeinflussen. Der 'Geist von Anchorage' prägte viele Schlagzeilen, aber seine Wirkung verpuffte im Angesicht der geopolitischen Härten.

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