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Leak: Pentagon erwägt Rückzug der US-Unterstützung für Falkland-Souveränität – UK wehrt sich
Pentagon-Memo erwägt Abkehr von US-Unterstützung für britische Falkland-Souveränität.
Wichtige Fakten
- • Pentagon-Memo erwägt Abkehr von US-Unterstützung für britische Falkland-Souveränität.
- • Grund: mangelnde Unterstützung Großbritanniens beim US-Bombardierungskrieg im Iran.
- • UK beharrt: Souveränität liegt bei Großbritannien, Selbstbestimmungsrecht der Inselbewohner unantastbar.
- • US-Außenamt betont Neutralität, Pentagon verteidigt Überlegungen.
- • König Charles III. besucht ab Montag die USA, Reise von Falkland-Streit überschattet.
Leak erschüttert Beziehungen
Ein internes Pentagon-Memo, das Reuters vorliegt, schlägt vor, die US-Unterstützung für die britische Souveränität über die Falklandinseln zu überdenken. Grund sei die mangelnde Unterstützung Großbritanniens und anderer NATO-Verbündeter im US-geführten Bombardierungskrieg gegen den Iran. Das Memo listet mehrere Optionen auf, darunter die Aussetzung Spaniens aus der NATO, weil es den USA die Nutzung seiner Stützpunkte verweigert hatte.Scharfe Reaktionen aus London und von Veteranen
Die Downing Street wies die Drohungen umgehend zurück. Der Sprecher von Premierminister Keir Starmer betonte: Die Position des UK sei „unverändert“ – die Souveränität liege bei Großbritannien, und das Selbstbestimmungsrecht der Inselbewohner sei unantastbar. Falklandkriegsveteran Simon Weston, der schwerste Verbrennungen erlitt, äußerte sich enttäuscht und bezeichnete Trumps Äußerungen als „unstaatsmännisch“. Er forderte König Charles III. auf, bei seinem bevorstehenden Staatsbesuch in den USA auf Trump einzuwirken, „einen Rückzieher zu machen“.US-Außenamt und Pentagon widersprechen sich
Das US-Außenamt erklärte, die US-Position zu den Falklandinseln bleibe neutral. Man erkenne die „de-facto-Verwaltung“ durch das UK an, nehme aber keine Stellung zu den widersprüchlichen Souveränitätsansprüchen. Das Pentagon selbst verteidigte die Überlegungen: Man müsse sicherstellen, dass die Verbündeten „ihren Beitrag leisten“. Das US-Präsidialamt reagierte zunächst nicht.Das könnte Sie auch interessieren
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