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International 19.02.2026, 10:00 Aktualisiert: 19.02.2026, 18:09

Geplante US-Militärbasis in Gaza unter Trump-Administration

350 Hektar große Militärbasis für 5.000 Personen in Gaza geplant.

Wichtige Fakten

  • 350 Hektar große Militärbasis für 5.000 Personen in Gaza geplant.
  • Basis soll internationale Stabilisierungstruppe (ISF) unter Board of Peace beherbergen.
  • UN-Sicherheitsrat autorisierte ISF, aber Führung liegt dauerhaft bei Donald Trump.
  • Indonesien bietet bis zu 8.000 Truppen für die multinationale Truppe an.
  • Baupläne umfassen Bunker, Wachtürme und Protokoll für menschliche Überreste.

Planung einer Militärbasis

Laut einem exklusiven Bericht des Guardian plant die Trump-Administration den Bau einer 350 Hektar großen Militärbasis im südlichen Gaza, die Platz für bis zu 5.000 Personen bieten soll. Die Basis ist als Operationszentrum für eine Internationale Stabilisierungstruppe (ISF) vorgesehen, die vom neu geschaffenen Board of Peace geleitet wird, einem Gremium unter Vorsitz von Donald Trump und seinem Schwiegersohn Jared Kushner. Die Pläne, die auf Vertragsunterlagen basieren, umfassen den Bau von Bunkern, Wachtürmen und einem Waffenlager, wobei die Struktur von Stacheldraht umgeben sein wird.

Internationale Beteiligung und Kritik

Der UN-Sicherheitsrat hat die ISF autorisiert, um Grenzsicherheit und Frieden in Gaza zu gewährleisten, doch die Führung des Board of Peace scheint Trump dauerhaft zu übertragen, was Experten als "rechtliche Fiktion" kritisieren. Indonesien hat angeboten, bis zu 8.000 Truppen zu entsenden, während über 20 Länder dem Board beigetreten sind. Kritiker wie die palästinensische Anwältin Diana Buttu sehen den Bau als Besatzungsakt an, da er ohne Zustimmung der palästinensischen Regierung erfolgt und die Landbesitzverhältnisse unklar sind.

Umsetzung und Herausforderungen

Die Baupläne beinhalten detaillierte Vorschriften, darunter geophysikalische Untersuchungen zur Erkennung von Tunneln und ein Protokoll für den Umgang mit menschlichen Überresten, angesichts Tausender unter Trümmern begrabener Palästinenser. Die Finanzierung und Governance bleiben undurchsichtig, mit Berichten über informelle Kommunikation über Signal. US-Beamte haben sich zu den Plänen nicht geäußert, betonen aber, dass keine US-Truppen vor Ort sein werden.

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