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Inland 13.04.2026, 08:31 Aktualisiert: 13.04.2026, 10:06

Gerüchte über gestreckten Sprit und Tank-Obergrenzen entkräftet

ADAC und Länderbehörden melden keine Fälle gestreckten Kraftstoffs.

Wichtige Fakten

  • ADAC und Länderbehörden melden keine Fälle gestreckten Kraftstoffs.
  • DEKRA-Experte: Strecken wäre logistisch aufwendig und kaum lohnend.
  • Soziale Medien verbreiten unbelegte Behauptungen über Tank-Obergrenzen.
  • Koalition kündigt Steuerentlastung für Kraftstoffe an.
  • Untersuchungen der Länder zeigen keine Qualitätsabweichungen.

Gerüchte über gestreckten Kraftstoff

In sozialen Medien wie TikTok, X und Reddit kursieren Behauptungen, dass Kraftstoff in Deutschland gestreckt werde, was zu geringeren Reichweiten und Motorschäden führe. Nutzer berichten von erhöhtem Verbrauch und warnen vor Qualitätsmängeln. Der ADAC und zuständige Landesbehörden wie das Bayerische Landesamt für Umwelt und das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz geben jedoch an, dass bei stichprobenartigen Überprüfungen im Jahr 2026 keine Auffälligkeiten festgestellt wurden. Experten der DEKRA erklären, dass Strecken mit Ethanol oder Biodiesel zwar theoretisch möglich, aber logistisch aufwendig und kaum wirtschaftlich sei.

Falschinformationen zu Tank-Obergrenzen

Parallel dazu verbreiten sich in sozialen Medien unbelegte Gerüchte über eine geplante Obergrenze von 30 Litern Kraftstoff pro Person und Monat, verbunden mit hohen Zusatzkosten und App-basierten Freigabecodes. Diese Behauptungen, die oft grammatikalische Fehler aufweisen und möglicherweise KI-generiert sind, wurden bereits von der Nachrichtenagentur dpa und der Faktencheckseite Mimikama als Falschinformationen entlarvt. Die Bundesregierung hat keine derartigen Pläne bestätigt.

Politische Reaktion und Entlastung

Angesichts der hohen Kraftstoffpreise hat die schwarz-rote Koalition am 13. April 2026 eine vorübergehende Senkung der Energiesteuer für Diesel und Benzin um etwa 17 Cent pro Liter für zwei Monate angekündigt. Diese Maßnahme soll Verbraucher und Wirtschaft um rund 1,6 Milliarden Euro entlasten, wobei Bundeskanzler Friedrich Merz die Mineralölbranche auffordert, die Entlastung weiterzugeben.

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