Gesundheitspolitiker fordern höhere Tabaksteuer zum Schutz Jugendlicher
Wichtige Fakten
- • Fast jeder zehnte 12- bis 17-Jährige in Deutschland konsumiert Nikotinprodukte.
- • Drogenbeauftragter Hendrik Streeck fordert spürbar höhere Preise für Zigaretten und Vapes.
- • WHO kritisiert Tabakkonzerne für aromatisierte E-Zigaretten und Nikotinbeutel.
- • In Großbritannien ist ab 2009 Geborenen der Kauf von Tabakprodukten verboten.
Forderung nach höherer Tabaksteuer
Der Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Hendrik Streeck, fordert deutlich höhere Preise für Zigaretten und E-Zigaretten (Vapes). Der CDU-Politiker sagte der Rheinischen Post, die Preise müssten "spürbar steigen", um Jugendliche vom Einstieg abzuhalten und Rauchern das Aufhören zu erleichtern. Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Christos Pantazis, schloss sich dieser Forderung an und betonte, dass süße Aromen, bunte Verpackungen und digitale Vermarktungsstrategien gezielt junge Menschen ansprechen würden.
Aktuelle Konsumzahlen
Die Drogenaffinitätsstudie 2025 des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zeigt, dass fast jeder zehnte 12- bis 17-Jährige in Deutschland Nikotinprodukte konsumiert – ein Anstieg gegenüber sechs Prozent im Jahr 2021. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) appellierte zum Weltnichtrauchertag an alle Regierungen, die junge Generation besser zu schützen. Tabakkonsum verursache Krebs und töte weiterhin Millionen Menschen, dennoch strichen Konzerne hohe Gewinne ein.
Internationale Maßnahmen
Während in Großbritannien Personen ab dem Jahrgang 2009 keine Tabakprodukte mehr kaufen dürfen und in Australien Vapes nur in Apotheken erhältlich sind, hinkt Deutschland hinterher. Simone Borchardt (CDU) forderte, Mehreinnahmen aus einer Tabaksteuererhöhung dem Gesundheitsfonds zuzuführen, und der Jugendschutz müsse wirksam kontrolliert werden.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.