Gewalt vertreibt hunderte indigene Familien in Mexiko
Wichtige Fakten
- • Los Ardillos greifen Dörfer in Guerrero mit Drohnen und schweren Waffen an.
- • 800 bis 1000 indigene Familien sind geflohen, vier Tote.
- • Gewaltvertreibung in Mexiko verdoppelte sich von 2023 auf 2024.
- • Präsidentin Sheinbaum verspricht Schutz und Unterstützung für Vertriebene.
- • Banditen erzwingen Anbau von Schlafmohn, werfen Kollusion mit Behörden vor.
Angriffe mit Drohnen und schweren Waffen
In Guerrero vertreiben Drogenbanden hunderte indigene Familien. Die Gruppierung Los Ardillos setzte Drohnen und Hochkaliberwaffen (.50) ein. Betroffen sind rund 800–1000 Haushalte, die in Nachbarorte flohen. Mindestens vier Menschen starben. Videos zeigen weinende Frauen und Kinder in Kirchen sowie intensive Kämpfe.
Vertreibung nimmt zu
Die Gewaltvertreibung in Mexiko hat sich zwischen 2023 und 2024 verdoppelt – von 12.600 auf 28.900 Betroffene. Insgesamt galten Ende 2024 rund 400.000 Menschen als gewaltsam vertrieben. Ursache sind Kartellkonflikte um Drogen- und Landbesitz.
Regierung verspricht Maßnahmen
Präsidentin Sheinbaum kündigte Schutz und Zusammenarbeit mit Rundfunkanstalten an. Nationalgarde soll Präsenz zeigen. Die Aktivisten fordern aber deutlichere Maßnahmen gegen kartellnahe Beamte. Die lokale Regierung registrierte nur 90 Vertriebene; Kritiker vermuten Verstrickungen.
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