Venezuela: Schließung von 'El Helicoide' und Amnestiegesetz für politische Gefangene
- • Venezuela plant, das Gefängnis 'El Helicoide' in ein Zentrum für Sport und soziale Dienste umzuwandeln.
- • Ein Amnestiegesetz soll Hunderte von politischen Gefangenen freilassen.
- • Gefangene, die an Tötungsdelikten, schweren Menschenrechtsverletzungen oder Drogenhandel beteiligt sind, sind von der Amnestie ausgeschlossen.
"Die Entwicklung wird weiterhin von der internationalen Gemeinschaft und Menschenrechtsorganisationen kritisch beobachtet. Das tatsächliche Ausmaß der Freilassungen und die Transformation von 'El Helicoide' stehen im Fokus der Analysen."
Sarah Mullally: Erste Frau an der Spitze der Anglikanischen Kirche
- • Sarah Mullally ist die erste Frau, die als Erzbischöfin von Canterbury fungiert.
- • König Charles III. stimmte ihrer Ernennung zu.
- • Mullally folgt auf Justin Welby, der aufgrund eines Missbrauchsskandals zurücktrat.
"Die Ernennung von Mullally könnte zu einem stärkeren Fokus auf Gerechtigkeit und Inklusion in der Kirche führen."
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Proteste im Iran: Lage eskaliert mit massiven Opfern und wachsender US-Militärpräsenz
- • Die iranische Regierung hat das Internet aus sicherheitspolitischen Gründen abgeschaltet, bietet jedoch begrenzten Zugang für Händler und Verkäufer.
- • Die Internetblockade kostet die iranische Wirtschaft nun geschätzte 20,6 Millionen US-Dollar pro Tag.
- • Mehr als 6.100 Tote wurden von der Menschenrechtsorganisation HRANA verifiziert, mit weiteren 17.000 noch ungeklärten Fällen.
"Die Lage im Iran bleibt äußerst angespannt, mit zunehmender Gewalt und hohen Opferzahlen durch das Regime. Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran verschärfen sich weiter, da ein möglicher US-Militärschlag im Raum steht. Verhandlungen über das iranische Atomprogramm könnten die Spannungen entschärfen, doch die Aussichten sind unsicher."
Zunehmende transnationale Repression autokratischer Regime in Deutschland
- • Immer hemmungsloser gehen autokratische Regime gegen ihre Gegner in Deutschland vor.
- • Mindestens 18 Staaten haben in den letzten zehn Jahren Bürger in Deutschland bedroht.
- • Der Mord an Selimchan Changoschwili im Jahr 2019 wurde vom russischen Geheimdienst in Auftrag gegeben.
"Die Sicherheitslage für in Deutschland lebende Kritiker autokratischer Regime bleibt angespannt. Trotz verstärkter Maßnahmen der Bundesregierung fühlen sich viele Betroffene weiterhin unzureichend geschützt. Die geplante Verschärfung des Strafrechts könnte eine stärkere Handhabe gegen transnationale Repression ermöglichen, doch braucht es weitere Bemühungen, um den Schutz der Betroffenen zu gewährleisten."
US-Behörden könnten in Asylfall des chinesischen Videobloggers Guan Heng nachgeben
- • Guan Heng, ein chinesischer Videoblogger, dokumentierte mutmaßliche Internierungslager für Uiguren in Xinjiang und floh 2021 in die USA, um Asyl zu beantragen.
- • Er wurde im August 2025 von der US-Einwanderungsbehörde ICE inhaftiert und ihm droht die Abschiebung nach China.
- • Menschenrechtsorganisationen befürchten Verfolgung und Folter bei einer Abschiebung.
"Der Druck auf die US-Behörden, Guan Heng Asyl zu gewähren, wächst international weiter. Menschenrechtsaktivisten bezeichnen seine mögliche Abschiebung als extrem riskant angesichts der vorgeworfenen Menschenrechtsverletzungen in China."
Proteste gegen ICE in Minneapolis: Verhaftung von Kindern und Gemeindeleitern
- • Die US-Einwanderungsbehörde ICE hat in Minneapolis bei Razzien mehrere Kinder festgenommen.
- • Unter den festgenommenen Kindern befindet sich ein fünfjähriger Junge, der die Festnahme seines Vaters miterleben musste.
- • Proteste gegen das Vorgehen von ICE in Minneapolis führten zu einem 'Tag der Wahrheit & Freiheit', bei dem Geschäfte und Schulen geschlossen wurden.
"Die Spannungen zwischen den US-Einwanderungsbehörden und lokalen Gemeinschaften in Minneapolis verschärfen sich weiter. Trotz massiver Proteste und der Verhaftung von Gemeindeleitern zeigt die Trump-Administration keine Anzeichen eines Einlenkens in ihrer Einwanderungspolitik."
Gefahren und Hoffnung: Die Situation der Exiliraner im Licht der Proteste im Iran
- • Dhia Sharhani lebt seit mehr als zehn Jahren in Wallhausen, Rheinland-Pfalz.
- • Die Proteste im Iran sind größer als im Jahr 2022 und wecken neue Hoffnungen bei Exil-Iranern.
- • Sharhani kämpft mit Kommunikationssperren, um seine Schwägerin im Iran zu erreichen.
"Die Spannungen zwischen dem Iran und den westlichen Ländern, insbesondere den USA, könnten sich weiter verschärfen. Die Proteste in Iran haben zu internationaler Besorgnis geführt und bewirken weiterhin Unterstützung von Exilgemeinden weltweit."
Ungewissheit über Opferzahlen bei Protesten im Iran bleibt
- • Geschätzte Opferzahlen bei den Protesten in Iran reichen von 2.000 bis 18.000 Toten.
- • HRANA meldet 4.029 bestätigte Todesfälle, 9.049 Todesfälle werden noch geprüft.
- • Mindestens 5.000 Tote laut iranischem Regime, dessen Angaben jedoch mit Vorsicht zu genießen sind.
"Die Situation im Iran bleibt angespannt, und eine verlässliche Dokumentation der Opferzahlen ist weiterhin schwierig. Die von verschiedenen Organisationen gemeldeten Zahlen unterscheiden sich signifikant, und der wahre Umfang der Opfer bleibt aufgrund der Kommunikationsbeschränkungen unklar."
Iran-Proteste: Mindestens 2.000 demonstrieren in Berlin – Diaspora in Los Angeles über Reza Pahlavi und US-Rolle gespalten
- • In Berlin demonstrierten am Sonntag laut Polizei rund 2.000 Menschen (eine Organisatorin sprach von bis zu 3.000) in Solidarität mit der Bevölkerung im Iran; der Aufzug führte vom Brandenburger Tor zum Neptunbrunnen und verlief laut Polizei friedlich und störungsfrei.
- • Zu der Berliner Demonstration hatten mehr als 20 zivilgesellschaftliche Organisationen aufgerufen, darunter Amnesty Deutschland und der Berliner Flüchtlingsrat.
- • In Berlin wurden Parolen wie „Jin, Jian, Azadi“ („Frau, Leben, Freiheit“) und „Nieder mit dem Diktator“ skandiert.
"Kurzfristig ist in Deutschland und den USA mit weiteren Solidaritätskundgebungen zu rechnen; in der iranischen Diaspora dürfte die Debatte über Reza Pahlavi und die Rolle westlicher Regierungen weiter polarisieren. Im Iran selbst bleibt die Lage wegen Kommunikationsausfällen schwer überprüfbar; Menschenrechtsgruppen erwarten anhaltende Repressionen, weitere Festnahmen und ein erhöhtes Folterrisiko in Haft."
Iran: Kommunikations-Blackout hält an – Regierung nennt erstmals mindestens 5.000 Tote, Trump fordert Führungswechsel
- • Seit dem 8. Januar ist in Iran das Internet weitgehend abgeschaltet; laut BBC zählt der Blackout zu den extremsten Internet-Shutdowns der Geschichte und betrifft rund 92 Millionen Menschen, teils inklusive Störungen bei Telefonie und SMS.
- • Irans Außenminister Abbas Araghchi begründete die Abschaltung laut BBC mit angeblich von außen gesteuerten „terroristischen Operationen“.
- • Die iranische Führung hat keinen Termin für eine Rückkehr der Internetdienste genannt; IranWire berichtete am 15. Januar unter Berufung auf Regierungssprecherin Fatemeh Mohajerani, internationaler Internetzugang werde mindestens bis zum iranischen Neujahr (Ende März) nicht verfügbar sein; dies ist nicht unabhängig verifiziert (BBC).
"Kurzfristig ist keine Wiederherstellung des internationalen Internetzugangs absehbar; Berichte deuten vielmehr darauf hin, dass die Führung eine längerfristige Restrukturierung hin zu einem stärker kontrollierten, gestuften Zugangssystem vorbereitet. Politisch könnte die Lage durch die verschärfte Rhetorik aus Washington (Regimewechsel-Forderung) und Teherans Warnung vor einem „umfassenden Krieg“ bei Angriffen auf Chamenei zusätzlich eskalieren, während verlässliche Lagebilder wegen des anhaltenden Blackouts schwer überprüfbar bleiben."
Chamenei gibt „Tausende“ Tote bei Protesten zu, droht „Aufrührern“ – USA warnen Iran vor Angriffen auf Stützpunkte
- • Irans oberster Führer Ajatollah Ali Chamenei hat erstmals öffentlich eingeräumt, dass bei den seit dem 28. Dezember andauernden Protesten „Tausende“ Menschen getötet wurden; einige seien auf „unmenschliche, brutale“ Weise ums Leben gekommen.
- • Chamenei machte US-Präsident Donald Trump für die Unruhen und die Opfer verantwortlich, sprach von einer „amerikanischen Verschwörung“ und bezeichnete Trump als „Kriminellen“.
- • Chamenei kündigte ein hartes Vorgehen gegen „Aufrührer“ an und erklärte, man werde „einheimische Verbrecher“ nicht verschonen.
"Die Lage bleibt schwer einzuschätzen, da Internet und Kommunikation weiterhin stark eingeschränkt sind. Chameneis Drohungen und die US-Warnungen erhöhen das Eskalationsrisiko, während Oppositionsaufrufe (u. a. durch Reza Pahlavi) auf eine mögliche neue Protestwelle hindeuten. Gleichzeitig deuten Berichte auf zuletzt weniger sichtbare Unruhen hin, was auch mit der massiven Repression zusammenhängen könnte."
Uganda-Wahl: Museveni laut Zwischenständen klar vorn – Berichte über tödliche Gewalt und mutmaßlichen Hausarrest für Bobi Wine
- • Laut ugandischer Wahlkommission lag Amtsinhaber Yoweri Museveni (81) bei der Präsidentschaftswahl bei über 75% der Stimmen; die Angaben basieren auf Auszählungen aus 59% der Wahllokale.
- • Herausforderer Bobi Wine (43; bürgerlich Robert Kyagulanyi) lag laut diesen Zwischenständen bei rund 21%; die übrigen Stimmen entfielen auf sechs weitere Kandidaten.
- • Die Abstimmung fand unter einem Internet-Blackout statt, den die Behörden mit der Verhinderung von „Fehlinformationen“ begründeten.
"Mit der erwarteten Veröffentlichung der Endergebnisse (Samstagfrüh GMT) dürfte sich der Fokus auf Vorwürfe von Wahlbetrug, die Sicherheitslage sowie mögliche Proteste und deren Umgang durch die Behörden verlagern. Die widersprüchlichen Darstellungen zu den Todesfällen in Butambala könnten weitere Untersuchungen und internationale Kritik auslösen."
Proteste im Iran weitgehend niedergeschlagen – neue Berichte über deutlich höhere Opferzahlen und wachsende Rolle der Revolutionsgarde
- • Die Proteste im Iran scheinen nach Einschätzung der Islamwissenschaftlerin Katajun Amirpur (tagesschau.de, 16.01.2026) weitestgehend zum Erliegen gekommen zu sein; sie spricht von „Friedhofsruhe“ nach massiver Gewaltanwendung durch das Regime.
- • Zu den Todeszahlen kursieren stark abweichende Angaben: Amirpur nennt als Spannbreite Berichte von etwa 3.000 bis hin zu 12.000 Toten (tagesschau.de, 16.01.2026); verifizierbar sind diese Zahlen wegen der Informationslage nur eingeschränkt.
- • HRANA meldet laut BBC mindestens 2.595 getötete Demonstrierende seit Beginn der Proteste, darunter 17 Kinder; zudem 164 Angehörige von Sicherheitskräften/Regime sowie 21 unbeteiligte Zivilisten (BBC).
"Kurzfristig deutet vieles auf ein erzwungenes Abflauen der Proteste durch massive Repression hin. Gleichzeitig steigt laut Beobachtern das Potenzial für neue Unruhen: Die Wut von Angehörigen der Toten und Verletzten könne als „nächster Funke“ wirken (Amirpur). Zusätzliche internationale Eskalationsrisiken ergeben sich aus US-Drohungen und Forderungen nach gezielten Schlägen gegen Strukturen der Revolutionsgarde sowie möglichen iranischen Gegenreaktionen."
Präsidentschaftswahl in Uganda: Internetabschaltung, Vorwürfe von Stimmenbetrug und verzögerte Abstimmung
- • Yoweri Museveni ist seit 1986 Präsident Ugandas, kandidiert für eine siebte Amtszeit und ist 81 Jahre alt.
- • Rund 21 Millionen Menschen sind bei der Präsidentschaftswahl stimmberechtigt.
- • Museveni wirbt mit dem Slogan „Gen Z for Gen 7“ und versucht besonders junge Wähler anzusprechen.
"Die Wahl bleibt stark umstritten und politisch aufgeladen. Da Museveni Staatsapparate und Sicherheitskräfte kontrolliert, erwarten viele Beobachter, dass er als Favorit hervorgeht. Die Kombination aus Internetabschaltung, Berichten über angeblichen Stimmenbetrug, Festnahmen und logistischen Pannen erhöht jedoch die Gefahr innenpolitischer Spannungen und möglicher Proteste nach der Ergebnisverkündung. Die Dunkelstellung von Kommunikation erschwert internationale und zivilgesellschaftliche Monitoring-Möglichkeiten, sodass das Risiko unerkannter Menschenrechtsverletzungen steigt. Musevenis Ankündigung, die Störungen zu untersuchen, könnte die Lage kurzfristig entschärfen – glaubwürdige, unabhängige Untersuchungen und transparente Wahlergebnisse wären aber nötig, um größere Unruhen und internationale Verurteilung zu vermeiden."
USA und Großbritannien ziehen Soldaten von Al-Udeid-Basis in Katar ab
- • Die USA und Großbritannien ziehen Soldaten von der Al-Udeid-Basis in Katar ab.
- • Der Abzug gilt als Vorsichtsmaßnahme aufgrund der aktuellen Spannungen im Nahen Osten.
- • Die US-Botschaft in Doha rät ihrem Personal zu erhöhter Vorsicht und zur Begrenzung nicht wesentlicher Reisen zur Al-Udeid-Basis.
"Die Situation bleibt angespannt, während die USA und Großbritannien militärische Vorsichtsmaßnahmen ergreifen und Flugverkehrsänderungen implementiert werden. Es gibt Besorgnis über mögliche weitere Eskalationen, sowohl im militärischen Bereich als auch in Bezug auf Menschenrechtsverletzungen."
Präsidentschaftswahlen in Uganda: Spannungen und Störungen überschattet
- • Präsident Yoweri Museveni regiert Uganda seit 40 Jahren und kandidiert erneut.
- • Die ugandische Kommunikationsbehörde hat eine landesweite Abschaltung des Internets angeordnet.
- • Die Maßnahme wird kritisiert als Versuch, die Opposition zu unterdrücken und die Meinungsfreiheit einzuschränken.
"Die politische Landschaft in Uganda bleibt angespannt, da Museveni die Kontrolle über die staatlichen Sicherheitsorgane beibehält und die Opposition heftigen Repressionen ausgesetzt ist. Die internationale Gemeinschaft überwacht die Situation genau, während Erwartungen an möglichen politischen Wandel bestehen."
BGH hebt Urteil in Fall eines erschossenen Tunesiers auf
- • Patrick E. erschoss am Tag vor Heiligabend 2023 einen tunesischen Geflüchteten im Südschwarzwald.
- • Das Landgericht Waldshut-Tiengen verurteilte Patrick E. wegen Totschlags zu sechs Jahren und zehn Monaten Haft.
- • Der BGH hob das Urteil wegen rechtlicher Fehler auf und ordnete eine neue Verhandlung an.
"Das neue Verfahren wird Klarheit über die Motive und die rechtliche Einordnung der Tat bringen müssen."
Neue Eskalation der Proteste im Iran: Massenverhaftungen und drohende Hinrichtungen
- • Mindestens 2.571 Menschen sollen bei den Protesten im Iran getötet worden sein.
- • Amnesty International und andere Organisationen warnen vor ersten Hinrichtungen von Demonstrierenden.
- • US-Präsident Donald Trump hat 'sehr starke Maßnahmen' gegen den Iran angekündigt, falls Hinrichtungen stattfinden.
"Die Situation bleibt angespannt mit fortgesetzten Protesten und einer harten Reaktion der iranischen Regierung. Die Gefahr einer Eskalation des Konflikts besteht, falls die USA oder andere internationale Spieler eingreifen. Die Aussicht auf Veränderungen im Iran ist unklar, dennoch wächst der internationale Druck auf die Regierung in Teheran."
Israel verschärft Maßnahmen gegen die UNRWA – Humanitäre Krise droht
- • Israel hat den Zugang zu Strom und Wasser für Einrichtungen der UNRWA gesetzlich verboten.
- • Mehr als 48.000 Schülerinnen und Schüler sind von einem sofortigen Bildungsentzug bedroht.
- • Rund 900.000 Patienten könnten keine Gesundheitsdienstleistungen mehr erhalten.
"Die Umsetzung der verschärften Gesetze könnte zu einer humanitären Krise führen, da hunderttausende Menschen ihren Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung verlieren könnten. Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklungen mit wachsender Besorgnis."